Eine Zukunft und das Weichen der Schatten

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Jana Durin
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Eine Zukunft und das Weichen der Schatten

Beitrag von Jana Durin »

Der Wald lag im Stillen da. Nur das Gezirpe der Heuschrecken füllte die kleine Waldlichtung mit Leben, sowie das Rauschen des Windes, der durch die Blätter der Bäume strich. Alles ging seinen normalen Lauf, fast alles. Etwas gehörte nicht hierher und das war die verhüllte Gestalt die langsam die Lichtung betrat. Ihre Robe war in einem samtenen Grün gefärbt und die Kapuze weit in das Gesicht gezogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr jemand gefolgt war, war zwar gering aber sie wollte es nicht darauf ankommen lassen, nicht jetzt.

Sie hatte die Mitte der Lichtung betreten und ging sachte hinab auf ein Knie. Ihr Blick legte sich hinauf in den weiten Sternenhimmel und die dunkelgrünen Augen verloren sich für kurze Zeit in dem wunderschönen Anblick der sich ihr nun darbot. Dann besann sie sich wieder auf das, was sie hier wollte. Sachte griff sie an ihre Taille, zog einen Beutel hervor und einen darin enthaltenen Stein. Er ähnelte einer Rune, wie sie die Magier gerne benutzten, doch waren die Schriftzeichen und die Form komplett anders. Sanft legte sie den Stein vor sich in das Gras und schloss die Augen.
Ihre Hand wanderte über den Stein, leise Worte folgten, zusammengesetzt zu einem Gebet. Langsam fing der Stein an, in einem sanften Violett zu glühen und zu pulsieren. In ihren Augen spiegelte sich der sanfte Schimmer wieder und sie legte nun sachte ihre rechte Hand auf den Stein.
Sie konnte es genaustens spüren, jene Macht die sie durchströmte, jene Weite die ihre Sinne erreicht hatten. Es war als würde ihr Geist die gesamte Welt überblicken, ein überwältigendes Gefühl. Sie konzentrierte sich, fokussierte ihre Gedanken und begann dann leise zu sprechen.
Ihre Worte waren nicht mehr als ein Hauch und doch, sie würden ihre Wirkung tun.

„Ihr Kinder Sidirias. Höret meine Worte, erkennet meine Stimme. Eine lange Zeit waren wir versprengt, lebten im Unsicheren und wussten nicht, was uns die Zukunft bringen mag. Viele von uns fragten sich in mancher Stunde, wieso unsere Mutter uns diese Prüfung der Geduld auferlegt hat. Wir haben Angst um unsere Geschwister gehabt, unsicher ob wir uns je wieder sehen, doch der Tag ist gekommen. Hört meine Worte, hört die Worte der Hohenhexe der ihr einst euer Vertrauen geschenkt habt, die Zeit der Zusammenkunft naht. Unsere Mutter ruft uns zusammen, zu einer Zusammenkunft, die alsbald erfolgen wird. Haltet euch bereit meine Schwestern und seit euch gewiss, Mutter schenkt uns in diesen Tagen ein Lächeln.

Mein Segen solle mit euch sein, meine Geschwister“


Sie nahm die Hand von dem Stein und öffnete die Augen. Er hatte aufgehört zu pulsieren, seine Macht war verbraucht. Sie war sich sicher gewesen, dass es kein dummer Zufall gewesen war, dass gerade sie jenen Stein fand … nein es war eine Bestimmung. Sie lächelte matt und erhob sich, um wieder im Dickicht des Waldes zu entschwinden.

Sie alle, ob Hexer oder Hexe, würden ihre Worte heute Nacht in ihren Träumen hören und sie hoffte inständig, dass sie Jana noch wiedererkannten.
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Si'ray
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Beitrag von Si'ray »

Es war tief in der Nacht als Si’ray erwachte. Sie hatte mal wieder unruhig geschlafen. Sie schüttelte den Kopf, als wollte sie noch die letzten verzerrten Bilder ihrer wirren Träume von sich abschütteln. Dennoch blieb ein seltsames Gefühl in ihr.
In ihren Träumen hatte sie Jana gesehen. Nein, sie hatte Jana nicht gesehen, aber sie hatte ihre Präsenz ganz deutlich gespürt. Sie war die einzige der Schwestern, die diese Art Macht über das Unterbewusstsein besaß. Lange hatte sie nichts mehr gehört von ihren Schwestern, war das der Grund gewesen für Janas Wirken? Oder war vielleicht sogar etwas passiert? Jana hatte sie nie grundlos kontaktiert... Sie spürte, dass sich ihre Macht wieder in ihr regte. Lange nicht mehr hatte sie ihre Gabe so deutlich gespürt wie in diesem Augenblick und sie hoffte, das ihr Gefühl sie nicht täuschte.

Sie blickte im Raum umher. Neben ihr lag ein Mann, den sie nicht kannte. Dem Anschein nach war er Krieger; zumindest ließen das sein Körperbau und seine zahlreichen, nun auf dem Boden ihrer kleinen Hütte verstreuten Waffen vermuten. Hatte sie ihn gestern abend etwa mitgenommen? Sie konnte sich nicht mehr erinnern; in letzter Zeit hatte sie nicht gerade vorbildlich gelebt. Sie hatte sich zunehmend von der Magie abgewandt und eine Gleichgültigkeit gegenüber ihrer Mutter Siridia und der von ihr verliehenen Gabe hatte sich ihres Geistes bemächtigt. Sie war umhergezogen, ohne Ziel und ohne Antrieb, hatte ihre Gabe entweder verleugnet oder sie nur aus Bequemlichkeit eingesetzt, selten mit dem nötigen Respekt oder gar Dankbarkeit ihrer Mutter gegenüber.
Sie vermisste ihre Schwestern, doch ihr schlechtes Gewissen hatte sie oftmals davon abgehalten, etwas zu ändern. Zu lange schon führte sie dieses Leben und sie wusste nicht, ob ihre Kraft ausreichen würde, ihm alleine wieder einen Sinn zu geben. Doch vielleicht würde nun eine Wendung eintreten, von der sie schon manchmal gar nicht mehr geglaubt hatte, das sie je eintreten würde...
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Sena
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Beitrag von Sena »

"....Unsere Mutter ruft uns zusammen, zu einer Zusammenkunft, die alsbald erfolgen wird. Haltet euch bereit meine Schwestern und seit euch gewiss, Mutter schenkt uns in diesen Tagen ein Lächeln.

Mein Segen solle mit euch sein, meine Geschwister“


Sharline erwachte träge. Für einen Moment wirkte alles um sie herum neblig und verschwommen ehe sich ihre gedanken klärten. Deutlich hallte der klang von Janas Stimme in ihrem Kopf nach.
Janas Stimme .. sie hatte sie schon vergessen .. ihr bild war schwach geworden und nun mit dieser präsenz zurückgekehrt?
Das war keinesfalls ein wilder Traum...
langsam richtete sie sich auf und sah sich um.
Es stank nach billigem Fusel und schweiß. Sich durch das verschlafende gesicht streichend schritt sie zum Fenster, öffnete es und platzierte sich auf der Fensterbank. Frische Morgendluft wehte herein und sie schloss die Augen

.. der Tag ist gekommen .. wiedersehen ...

Sie kannte viele der anderen Kinder nur flüchtig und dennoch hatte Jana recht. Natürlich hatte sie an sie gedacht. Auf einsamen Pfaden und kalten Nächten bedachte sie oft den Himmel und die Sterne sich wohl Fragend wie es den anderen ergehen mochte. Doch diese Momente wurden weniger je mehr Zeit in das Land strich.
Sie öffnete wieder die Augen. Dieses Zimmer war wirklich da letzte. Eine schäbige absteige in einer Taverne. Aber nun, was sollte sie anderes tun, arm und geschwächt? Sie musste dem Wirt unter die Arme greifen und konnte dafür etwas essen und hier nächtigen.
Würden diese Zeiten also bald enden?

sei auch du gesegnet Jana ...
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Gonda Salar
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Beitrag von Gonda Salar »

Vogelgezwischter weckte Gonda sachte, langsam blickte er sich um blinzelnd wegen der gerade aufgehenden Sonne . Er fröstelte etwas und zog die Decke fester um sich. Etwas verschalfen dachte er über den merkwürdigen Traum nach an den er sich seltsamerweise ziemlich genau erinnern konnte. Als wäre es kein Traum sondern realitätä gewesen, als wäre letzte Woche etwas geschehen und er würde sich gerade nur daran erinnern.Eine Stimme war es gewesen , sanft und leise wie der Windhauch und doch so klar wie das Wasser .. langsam richtete er sich auf etwas verwirrt warum er sich plötzlich so glücklich und zufrieden fühlte , irgentwie schien ihn der Gedanke allein an den Traum glücklich zu machen , dabei waren die letzten Wochen voller Plage gewesen .Zwar war es noch nicht die Zeit des Schnees und die Natur bot ihm ihre Früchte dar doch wünschte er sich ein warmes Bett statt des harten Waldbodens und auch die Einsamkeit machte ihm zu schaffen , 2 Wochen nun war er umhergewandert ohne auch nur auf einen Menschen zu treffen. Doch nun schien dies alles wie gegewischt , er erhob sich langsam und packte sein Bündel ,welches seinen Stab seine Decke und wenige Gebrauchsgegestände beinhaltete und machte sich weiter auf den Weg . Langsam durchschritt er den lichten Wald immer noch in Gedanken dem Traum nach hängend.. was hatte die Stimme noch gesagt.. ? Von einer Zusammenkunft war die Rede.. und.. ja von Hoffnung und einer Prüfung welche wohl von der Mutter gestellt worden war.. Tief in Gedanken versunken schritt er weiter. Plötzlich blieb er stehen und lauschte .. es schien als klängen da die Stimmen einiger Menschen , langsam schritt er weiter und schob vorsichtig den zweig eines gelb blühenden Busches beiseite um nach zu sehen was da wäre. Und wirklich da waren zwei Gestallten , beide mit kaputzen verhüllt, doch plötzlich blickten beide sich um , dannn verschwanden sie im Unterholz bevor er auch nur ein Worten sagen konnte... langsam ging er weiter und sinnte über die Worte seines Traumes nach...
- And then there was silence -
Jana Durin
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Registriert: 6. Jan 2004, 16:14

Beitrag von Jana Durin »

Der Himmel war grau bewölkt und die Wolken waren voll gesogen mit Wasser, welches sie nun nach und nach entleerten. Die Straßen der kleineren Handelsstadt waren leer und verlassen. Selbstverständlich natürlich, wer würde bei solch einem Wetter überhaupt draußen sein, abgesehen von den Bettlern und Obdachlosen? Die Antwort fiel überraschend aus, eine verhüllte Gestalt trat zielstrebig durch die verregneten Straßen.

Immer wieder ging sie vorbei an Bildern des Elends und des Armut und sie musste sich zusammenreißen, nicht einfach neben einen der Bettler niederzuknien und ihm Trost zuzusprechen, doch sie war hier auf einer Mission, ihr Ziel war vorgegeben und es lag noch viel vor ihr. Sie bog in eine Nebenstraße ein, folgte jener, am Himmel begann es laut zu donnern und die Natur begann damit, ihre grausame Schönheit in Forme von grellen Blitzen zu zeigen.
Die Robe war durchnässt und als sie ihr Ziel im Blicke hatte, war auch der Rest ihrer Kleidung bereits getränkt mit dem Wasser. Vor ihr lag eine kleine Hütte, welche nicht gerade besonders aussah. Die Mundwinkel der Frau verzogen sich unter der Robe und sie schritt auf die Türe zu, ihre Hand pochte dreimal kräftig dagegen und sie wartete ab.

Wie sie es erwartet hatte, öffnete ihr Si`ray. Sie hatte die Kapuze weit genug ins Gesicht gezogen, um jenes nicht zu offenbaren. Und trotz allem, es fiel schwer Si`ray nicht in die Arme zu nehmen, ihr nicht zu sagen wie sehr sie ihr gefehlt hatte und das sich nun alles bessern würde … nein das konnte sie nicht und leicht war es ebenso nicht, dies zu unterdrücken. Si`ray sah sie verwirrt an, selbstverständlich, doch Jana hatte vorgesorgt. Sie hob eine Hand und sprach mit eindringlicher Stimme zu Si`ray.
„Es ist alles in Ordnung … habt einfach keine Sorge, ich bin jeglich hier …um euch etwas zu bringen, was euch wieder an etwas erinnern soll. Nehmt meinen Ratschlag entgegen und lest es.“
Sie ließ Si`ray keine wirkliche Zeit zu antworten, und der Zauber tat teilweise sein werk dazu, Si`ray nahm sie war, doch auf eine andere, bizarre Art auch nicht. Jana drückte der jungen Hexe ein Stück Pergament in die Hand und strich kurz über ihren Handrücken. Dann wandte sie sich stumm ab und verschwand im Zwielicht.

Das Pergament enthielt die folgenden Zeilen:

Ihr Schwestern, die Zeit ist gekommen. Ich habe zu euch gesprochen und ihr habt mich erhört. Die Zeit der Zusammenkunft rückt immer näher und sie wird zum Greifen nahe sein. So seit euch allen versichert, dass ihr alle mir folgen werdet. Ein jeder von euch wird eine Beschreibung zu einem Orte bekommen, der wiederum einen Hinweis enthält, zu unserem Treffpunkt, an welchen wir wieder beisammen kommen werden und unserer Mutter die Ehre erneut erweisen werden. Es wird Zeit das wir uns wieder erheben und aus unserem Trott hervorkommen, das wir uns wieder besinnen wer wir sind und unsere Gabe und Herkunft wieder mit Stolz tragen, was viele von uns nicht mehr tun. Ich alle glaube fest daran das ihr meinem Rufe folgen werdet.

Eure Schwester

Jana Durin



Jana lächelte. Spätestens wenn sie das Pergament gelesen hatte, würde Si`ray sehr wohl wissen, wen sie da vor sich hatte und sie freute sich bereits auf das Wiedersehen.
Jana Durin
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Beitrag von Jana Durin »

Mit dem heutigen Tage hatten die Götter die Welt wahrlich wieder nicht gesegnet. Es regnete dieses mal zwar nicht, doch der Nebel hing in wabbeligen Schwaden in der Luft und Jana beschleunigte ihre Schritte. Sie wollte die Taverne erreichen, ehe die Sonne zu weit am Himmel stand. Die Zeit wurde knapp und sie hatte lange gebraucht um hierher zu kommen. Auch die Wachen hatten erst gestutzt und wollten sie nicht in die Stadt lassen, doch einige Münzen hatten die beiden Stadtwachen rasch überzeugt sie ohne weitere Fragen passieren zu lassen.

Sie hatte eine Weile suchen müssen, denn die Taverne welche sie suchte, war am anderen Ende der Stadt und auch hier war es ein ähnliches Bild. Die Gegend war nicht die beste doch man konnte sie auch noch nicht als ein Slum bezeichnen. Sie trat in die Taverne ein und verzog unter der Kapuze das Gesicht und rümpfte die Nase. Der Geruch von billigem Alkohol drang an ihre Nase und der Gestank nach verbranntem Essen mischte sich darunter. Zielstrebig hielt sie Ausschau und trat an die Theke, der Wirt hob die Brauen und sah sie an. „Eh? Gibbet was, oh Geheimnisvoller?“ er lächelte grimmig den Schatten an, der ihr Gesicht unter der Kapuze verdeckte. Jana ließ sich nicht wirklich beirren, sondern sprach mit einer ruhigen und geduldigen Stimme. „In eurem Schankhaus arbeitet eine junge Frau, Sharline ist ihr Name…“ sie hatte kaum zu Ende gesprochen als der Wirt die Hände anhob. „Hab nix mit ihr zu tun, kla? Die putzt grade die Absteige für die Gäste, wenn de was zu klären has, dann mach das oben mit ihr alleine, kla?“

Jana würdigte den Wirt keines Blickes mehr und wandte sich um zur Treppe, welche sie hinaufstieg. Es gab nicht viele Zimmer, nur drei Türen waren auf dem obigen Flur zu erblicken und in dem einen konnte sie Sha bereits erkennen. Sie seufzte leise, murmelte ein paar leise Zauberworte und sie konnte spüren, wie die Bekannte Aura von ihr selbst wich. Sie trat in das Zimmer zu Sha und stellte sich zu ihr hin. Sie wusste das die junge Frau sie verwirrt ansah, doch es blieb keine Zeit für lange Worte. Sie reckte sachte die Hand vor, strich ihr einmal am Hals entlang und reichte ihr dann ebenfalls ein Stück Pergament. „Lese es… es wird sich bald alles ändern…bald.“ Danach wandte sie sich um und verließ die Taverne.

Genau wie bei Si`ray erhielt das Pergament folgende Nachricht:

Ihr Schwestern, die Zeit ist gekommen. Ich habe zu euch gesprochen und ihr habt mich erhört. Die Zeit der Zusammenkunft rückt immer näher und sie wird zum Greifen nahe sein. So seit euch allen versichert, dass ihr alle mir folgen werdet. Ein jeder von euch wird eine Beschreibung zu einem Orte bekommen, der wiederum einen Hinweis enthält, zu unserem Treffpunkt, an welchen wir wieder beisammen kommen werden und unserer Mutter die Ehre erneut erweisen werden. Es wird Zeit das wir uns wieder erheben und aus unserem Trott hervorkommen, das wir uns wieder besinnen wer wir sind und unsere Gabe und Herkunft wieder mit Stolz tragen, was viele von uns nicht mehr tun. Ich alle glaube fest daran das ihr meinem Rufe folgen werdet.

Folge den Weg gen Norden zu den kreuzenden Hügeln und von dort den Vögeln die gen Westen mit der Sonne ziehen.

Eure Schwester

Jana Durin



Und auch wie bei Si`ray, kam das Erkennen, wer da vor ihr stand, nachdem lesen der letzten Zeilen. Jana indes, machte sich weiter auf den Weg.
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Si'ray
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Beitrag von Si'ray »

Seufzend blickte Si’ray in der kleinen Hütte umher. Eigentlich hatte sie ihren Tränke Vorrat auffüllen wollen; viele der in kleinen Glasfläschchen abgefüllten Tränke waren sicher schon zu alt um noch irgendeine Wirkung zu haben (obwohl zumindest der Geschmack einiger Tinkturen mit der Zeit nur hatte besser werden können). Außerdem wollte sie sichergehen, dass sie nicht all ihre Fertigkeiten vor lauter Faulheit verlor.
Doch nun, nachdem die Wurzeln geschält und halbwegs im Mörser zerstampft waren, war ihre Lust verflogen. Sie hatte wohl vergessen, wie langweilig das Tränke Brauen sein konnte. Dankbar richtete sie ihre Aufmerksamkeit dem kleinen Kätzchen, dem sie zu Beginn des Gewitters Zuflucht in ihrer Hütte gewährt hatte. Es war ganz durchnässt gewesen, als es schreiend vor ihrer Tür aufgetaucht war, doch nun hatte es sich auf Si’rays weichen Decken zusammengerollt und genoss schnurrend die Wärme des Raums.

Si’ray war ganz gedankenverloren und schreckte auf, als es an der Tür klopfte. Wer würde schon bei diesem Wetter an ihrer Tür klopfen? Sie zuckte die Schultern in Richtung der Katze und öffnete die Tür. Vor ihr stand eine verhüllte Gestalt. Ein merkwürdiger Schauer überkam sie. Zwar spürte sie, dass von der Gestalt keine Gefahr ausging, doch fühlte sie sich seltsam bedroht und doch zugleich erleichtert, ja sogar fast erfreut.
Doch die Person unter der Kapuze ließ ihr keine Zeit, ihre Gefühle zu deuten und reichte ihr ein Stück Pergament. Sie hörte die Person reden, doch sie nahm es nur entfernt wahr und blickte verdutzt auf das Schreiben, dann wieder auf die Gestalt. Zu gerne würde sie das Gesicht derjenigen Person unter der Kapuze sehen... Doch genau in dem Moment als sich dieser Gedanke in ihr formte nickte die Gestalt kurz in ihre Richtung und verschwand wieder in der Dunkelheit und im Regen.
Si’ray rümpfte die Nase und schloss ein wenig verwundert die Tür hinter sich. Langsam ging sie um den Tisch um sich in ihrem Stuhl nieder zu lassen. Irgendetwas an der Begegnung erschien ihr bizarr... sie blickte wieder auch das durchweichte Pergament, das sie noch zusammengerollt in der Hand hielt.

Und dann endlich fing sie sich wieder. Ohne das Pergament auch nur geöffnet zu haben wusste sie, wer dort gerade vor ihrem Haus stand. Sie war so erschrocken über die plötzliche Rückkehr ihres ansonsten recht klaren Verstandes dass ihr Herz sofort anfing schneller zu schlagen. Sie sprang vom Stuhl auf (der dabei umkippte und das dösende Kätzchen so erschreckte, dass es zusammenfuhr und unter das Bett flüchtete), riss die Tür auf und stolperte die Treppen hinunter in den Regen. Aufgeregt blickte sie sich in alle Richtungen um, doch die Gestalt war nicht mehr zu sehen.
„Jana“, rief sie in die Dunkelheit.
„Jana, wo bist du?“ Doch sie erhielt keine Antwort. Noch ein paar mal rief sie den Namen ihrer Schwester, doch mit demselben Ergebnis.
„Komm, Jana, sei nicht so.... Tu mir das nicht an, du kannst doch nicht einfach so gehen!“ Sie glaubte nicht wirklich, dass Jana darauf reagieren würde, selbst wenn sie es gehört hätte.
„Zeig dich gefälligst, hinterhältiges Stück!“ Doch als Jana auch auf ihre Beschimpfung hin nicht auftauchte, stapfte sie mit verschränkten Armen wieder zurück.
„Ach, verflucht sollst du sein...“, murrte sie, als sie die Tür mit der Ferse zutrat.

Grimmig setzte sie sich wieder in den Stuhl. Innerhalb weniger Sekunden waren ihre Klamotten komplett durchnässt gewesen, doch es schien sie nicht zu kümmern. Sie blickte das Pergament wütend an, ganz als ob es Jana selbst wäre, die vor ihr stünde. Mit klammen Fingern öffnete sie das Papier und las es mehrere Male durch, bevor sie es aus den Händen legte.
Was sollte all diese Geheimniskrämerei? All die Andeutungen. Warum musste Jana ausgerechnet in dieser stürmischen Nacht auftauchen? Und warum hatte sie sich nicht zu erkennen gegeben? Wahrscheinlich hatte sie sie sogar mit einem Zauber belegt. Anders konnte Si’ray sich nicht erklären, dass sie ihre Schwester nicht augenblicklich erkannt hatte. Zwar konnte Jana den Verstand anderer austricksen, doch sie konnte nicht die Gefühle einer Schwester täuschen.
Noch lange saß Si’ray in der Nacht grübelnd wach, bis der leise trommelnde Regen sie letztendlich in den Schlaf fallen ließ...
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Sena
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Beitrag von Sena »

Sie hätte diesem dreckigen Wirt am liebsten den nächstbesten Fluch auf den hals gehetzt ..
Für diesen Hungerlohn und diese stickige Absteige musste sie sich auch noch von einer Arbeit zur nächsten befehligen lassen!
Sharline grummelte noch einige Zeit vor sich hin wärend sie die absteigen säuberte.Sie war nicht nur auf den Wirt wütend sondern auch auf sich,wie tief konnte sie nur sinken .. naja sie saß wenigstens nicht auf der straße.. dennoch kein grund sich herumkomandieren zu lassen .. sie verfluchte diese Tage.
Ein Seuftzen entglitt ihr als sie schritte hörte.Sie umklammerte den Stab des Besens das ihre knöchel weiß wurden. Na? Was würde jetzt noch kommen? .. was hatte er jetzt wieder zu mekern?!
Aber es war nicht der wirt ..
die schritte waren zu weich .. zu leicht ..
sie blickte sich um und erblickte die verhüllte gestallt.
Sie war irritiert, irgended ein sletsames gefühl kam in ihr auf welches sie für volkommen unpassend befand doch ließ ihr die Verhüllte keine Zeit um irgendetwas zu sagen denn kaum hatte sie Sharline erreicht hielt sie ihr berreits ein pergament hin. Sha nahm es an und spürte sanft die berührung der Hände der fremden an ihrem Hals. Spätestens jetzt hatte die verwirrung ihre reaktion weit überhohlt.
„Lese es… es wird sich bald alles ändern…bald.“...
irgendwas störte sie .. es war mehr als die verwirrung über die Worte .. die berührung.. unterschwelliger .. als wäre sie abgelenkt .. wie ein Filter.
Ihre gedanken liefen um die wette wärend sie das pergament öffnete kaum darauf achtend das die gestalt wieder verschwand.
Als sie es las würde langsam alles klar.. sie nickte..Jana.Natürlich ..

Moment..
Jana?
Jana!? Was zum ..

Endlich setzte nun auch die reaktion ein und sie rannte die treppe runter, durch die taverne zum ausgang. Nichts .. nichts als nebel und die stadt gassen. Sie ging noch ein paar schritte und hielt inne. Sie brauchte nicht weitergehen .. hätte jana mit ihr reden wollen hätte sie sich zu erkennen gegeben. was auch immer hinter diesem spielchen stecken mochte ..
Sha wandte sich wieder zur taverne und las das pergament erneut bevor sie es behutsam in ihrer hose verstaute..

Folge den Weg gen Norden zu den kreuzenden Hügeln und von dort den Vögeln die gen Westen Sonne ziehen.
...

"Kannste mir mal erzähln wat du da machst?"
Sharline band sich noch den letzten Beutel um und straffte die Robe.
"Ey ich red mit dir!" Sie griff zu ihrem Stab und wandt sich langsam zum aufgeregten Wirt der in der Tür stand.
"Du bist hier noch nich fertig kleene, wenn du shcon meinst einafch ab zu haun dann mach deinen Kram gefälligst fertig oder-" "was?" unterbrach sha ihn mit realtiv ruhiger stimme und ging an ihm vorbei richtung treppen und weiter zum lager einen laib brot einbinden und in die Tasche steckend.
"Wie 'was'?!" er brachte es doch wirklich fertig ihr hinter her zu laufen und ihr zu erzählen sie könnte nicht gehen.
Sha drehte sich um und ging auf ihn zu:
"Sei einfach still und schieb deinen trunkenfetten bauch zurück hinter die Theke wo er hingehört verstanden? Ich hab einfach das interesse daran verloren mir von dir noch irgendetwas befehlen oder sagen zu lassen und deswegen werde ich jetzt einfach gehen wärend du schön still bist ... verstanden?!" geduld und ein kühler kopf war sleten ihre stärke..
"DU HAST DEINE SCHULD BEI MIR AB ZU ARBEITEN UND DU BLEIBST HIER!"
"Nein!" ... langsam würde es lächerlich .. und verdammt nerven aufreibend ... sie versuchte an ihm vorbei zu gehen wurde jedoch von ihm am arm ergriffen "Wie nein ?!".
Genug.
Sie blickte zu der Hand an ihrem Arm.. legte ihre um sein Handgelenk und langsam begann eine art schwarzgrünlicher Nebel von ihrer Hand aus um sein handgelenk zu ziehen..
Erschrocken starrte er auf den nebel "w-as ...-" "Ja der Anfang war richtig, WAS verstehst du an NEIN nicht?!"
Sofort riss er seine Hand los und wich zurück an die wand sie immenroch irritiert ansehend...

Sie war bereits einige Sonnen unterwegs. Das Gebiet nach der Stadt hatte sich langsam verändert. Wälder verloren an dichte, der Boden wurde härter.
Wo anders traf man auf kreuzende Hügel als im Gebirge?
Sie hoffte nur nicht in ihm herumklettern zu müssen ehe sie sich für den Flug der Vögel bekam.
War sie sich eigentlich bewusst was hier geschah? Wirklich bewusst was auf sie zukommen mochte? Das ende der Zerstreung, die Wiedervereinigung .. ? Die aufersteheung des Zirkels? Das sie im grunde auf dem weg zu ihrem Zirkel war? Ihrer Heimat? Es war ihr klar .. aber s richtig bewusstmachen konnte sie es sich noch nicht. sie würde es glauben wenn es soweit war.. vielelicht. Sie musste lächeln und sprach still bei sich den anderen einen Wandersegen.
Bald erreichte sie das Gebirge und weilte einige weile im anblick der mächtigen steingebilde. Der Flug der Vögel war unschwer bei diesem offenen anblick zu erkennen und so folgte sie ihnen gen Westen ...
Zuletzt geändert von Sena am 5. Okt 2004, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Jana Durin
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Beitrag von Jana Durin »

Im Schatten stand sie. Sie blickte müde geradeaus und seufzte schwer. Sie hatte ihre Reise noch lange nicht beendet, es war trotz allem sehr kräftezerrend gewesen und sie konnte nicht verleugnen, dass ihr der Umstand gefiel, sich ihren Schwestern nicht zeigen zu dürfen. Es schmerzte sie auch sehr von ihren Liebsten und Freunden getrent zu sein, allen vorran ihrer Schwester und Sena, wo sie jetzt wohl war?

Sie strich sich einige Strähnen aus dem Gesicht und zog den Mantel enger um sich herum. Ihr Körper schmerzte, es war kalt und sie fühlte sich so alleine, wie es noch niemals der Fall war. Eine Prüfung ... ja das würde es werden, die Visionen waren eindeutig gewesen und sie hatten von Leiden und Qualen berichtet. Doch der Lohn war größer als alles, was sie sich bisher erhofft hatte. Die Zeit war reif gewesen und es gab noch so vieles an Vorbereitungen zu treffen. Die ersten Schwestern würden sich bestimmt bereits auf den Weg machen, jana hatte vorgesorgt, sie würden alle gemeinsam antreffen, sie würden alle gemeinsam den heiligen Ort betreten, sie alle würden zusammen die Worte hören.

Sie senkte den Kopf und schloß die Augen. Sidiria hatte ihr eine Aufgabe gestellt, und diese würde beweisen, ob ihre Rolle einer Oberhexe gerecht war oder nicht. Durch da sganze Land würde der Ruck gehen, durch die ganze Welt würde man es vernehmen.

Sachte trat sie zu einer Lichtung und sah sich um. Sie konnte den Mann sehr gut erkennen und ein mattes Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Gondar. Sie hatte ganz vergessen, wie es war den Hexer in ihrer Nähe zu haben. Er hatte eine andere Aura, eine so ruhige und berechenbare. Sehr langsam trat sie näher, setzte das Pergament neben ihn ab, welches den gleichen Inhalt behielt wie die anderen, nur die Wegbeschreibung war anders.

"Reise gen Süden. Wenn du den Beginn der Wüste erreicht hast, so wirst du auf eine Gruppe Zigeuner treffen, welche jede vierte Nacht ihre Rast dort halten. Gebe dich ihnen als "Jonar" bekannt und folge ihrer Resie, sie werden dich leiten"

Lächelnd erhob sie sich und zwängte sich durch das Gebüsch, ehe sie in der Dunkelheit verschwand. es galt noch eine Reise zu tun.
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Gonda Salar
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Beitrag von Gonda Salar »

Ein leichtes Rascheln nahe an seinem Kopf.. noch etwas schläfrig hob er den Kopf und blickte sich um , doch dort war nichts, nur Sträucher und Bäume , kein Tier war zu sehen. Langsam erhob er sich und brummelte leise etwas , er merkte schon das er nicht wieder einschlafen würde , obwohl er diesen nach der strammen Wanderung gestern sehr nötig gehabt hätte , aber nun war er ja wach und dem langsam beginnenden noch zögerlichem Gezwitscher der Vögel zu schließen würde die Sonne auch bald aufgehen.
Er wischte sich den Schlaf aus den Augen und erhob sich langsam , um etwas Feuerholz welches er gestern noch schnell zusammengesucht hatte zusammeln und ein kleines Feuer anzuzünden, denn es war recht frisch und seine Kleidung und Decken waren während der Wanderschaft auch nicht besser geworden. Im Gegenteil , wenn er an sich so heruntersah konnte man ihn wohl eher für einen Bettler halten als für einen Wanderer , nunja vielleicht war er das ja auch , was hätte er gegeben für eine warme Schlafstelle und einen Teller warmer Suppe oder frischem Brot...
Seufzend und dem leckeren Essen nachsinnend begann er das Feuer zuentzünden und sich daran zu wärmen, ahh tat das gut ... Nachdem er sich etwas aufgewärmt hatte und sich durch das Blätterdach auch die ersten Sonnenstrahlen zeigten schritt er zu seiner abgewetzten Tasche um nachzusehen was er denn noch so zu beißen hatte , nicht viel war es aber es würde noch die nächsten Tage reichen , etwas älteres Brot , Beeren und Früchte die er vor ein paar Tagen einem Waldbauern aus dem Garten entwendet hatte. Von irgendetwas musste er ja leben ..
Langsam kauend blickte er über seine Schlafstelle und .. da was war das ... da neben seiner Decke .. ? Es Sah aus wie eine Rolle aus etwas hellem , er nahm es an sich und erkannte , dass es eine Pergamentrolle war , eilig las er sie und blickte sich dann etwas verdattert suchend um Wo war sie , war sie vielleicht noch da ?. Noch einmal las er das Pergament und plötzlich durchströmte ihn ein freudiges Gefühl , endlich würde etwas geschehen was seiner Wanderung einen Sinn geben würde , er würde seine Schwestern sehen , nicht mehr alleine von Diebstahl und dem Kargen was ihm Mutter Natur bot leben müssen. Denn so gerne er auch in der Wildnis war , er vermisste die Gesellschaft von Menschen , nur wenige hatten seinen weg bis jetzt gekreuzt.
gen Süden...Wüste..Zigeuner..Jonar.. Nunja ,das er seinen Namen nicht preisgab , war normal für ihn , Jonar...nicht ganz sein Geschmack , aber Jana würde schon wissen warum. Er hatte etwas zwiespältige Gefühle ihr gegenüber , doch wenn er jetzt darüber nachdachte , wie froh ihn der Traum und jetzt ihr Brief gemacht hatten , war er doch sehr froh das er sie und andre Schwestern bald sehen würde.
Hastig trat er das Feuer entzwei und scharrte etwas Erde darüber , packte sein Bündel und blickte gen Himmel wo der rote Feuerball der Sonne schon fast ganz hinter dem Horizont hervor gekommen war. Er lächelte und ging dann zügigen Schrittes in Richtung Süden..als ihm plötzlich einfiel , das er ja gar nicht wusste wo die Wüste war , er würde sich also erkundigen müssen , wenn er sich nicht verlaufen wollte..immer weiter ging er und kam nach einiger Zeit an einem kleinen Teich im Wald vorbei . Als er hinein sah grinste er schelmisch , nunja ... Zigeuner passt ja ganz gut ... ich sehe ja aus wie einer ..schmunzelnd wusch er sich etwas das Gesicht und zog dann eiligen Schrittes weiter....
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Belhalhar Carnifex
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Beitrag von Belhalhar Carnifex »

Tarina schreckte hoch, wie jede Nacht seit jenen Ereignissen, es mussten mittlerweile Monate vergangen sein. Jede Nacht plagte sie der selbe Traum, erlebte sie das ganze noch einmal. Obwohl, wie erlebt man etwas, an das man sich nicht erinnern kann? Trotzdem, das zusammentreffen mit ihren Widersachern, ihre Wut, das Gefühl etwas schreckliches getan zu haben?
Doch irgend etwas war anders in dieser Nacht. Etwas, jemand, war bei ihr. Diese Präsents nahm der Szene den schrecken, spendete ihr nähe, sogar Geborgenheit?
Doch wer oder was war in ihren Traum bei ihr? Verwirrt schüttelte Tarina den Kopf, und erhob sich von den Decken, welche ihr als Schlafplatz dienten. Sie lauschte, benutzte alle Ihre Sinne, ja benutzte sogar ihre Gabe, doch niemand schien hier zu sein. Nur die kleine Ratte huschte durch die Hütte. Doch nein, was sie in dem Traum spürte war nicht die Anwesenheit Ihres Vertrauten, soviel war sicher. Unschlüssig blickte sie noch einmal durch die Dunkelheit. Hatte sich etwa die Göttin selbst ihrer angenommen? Würde dies bedeuten das die quälende Unsicherheit endlich vorüber ist? Konnte sie es endlich wieder riskieren das Versteck zu verlassen und auf andere Menschen zu treffen ohne das sich der schrecken, was auch immer es war, wiederholte?
Unschlüssig blickte Tarina durch die Lücke im Dach der halb zerfallenen Waldhütte zum Himmel. Der Morgen schien noch Stunden entfernt, doch anders als sonst würde sie wohl dies Nacht noch einmal zur Ruhe kommen?
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Jana Durin
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Beitrag von Jana Durin »

Inmitten einer Waldlichtung begann die Luft zu knistern, erfüllt von magischer Energie. Kurz flimmerte sie und dann entsprang wie aus dem Nichts ein waberndes Tor, welches die nahe Umgebung in der Dunkelheit sanft erhellte. Sachte trat Jana durch das Tor, die Kapuze wieder dicht über den Kopf gezogen. Dies war eine ihrer letzten Stationen, welche sie ansteuern würde. Ihre Blicke irrten sachte umher und dann schien sie sich orientieren zu können. Sie lief eine ganze Weise durch das Unterholz und immer wieder musste sie anhalten um sich zu orientieren. Letztendlich konnte sie dann aber die Hütte erkennen, welche da vor ihr lag. Sie verzog das Gesicht, wie konnte es soweit kommen das eine ihrer Schwestern in solch einer heruntergekommenen Hütte hausen musste? Sachte schüttelte sie den Kopf und trat zur Türe.

Sie klopfte gar nicht erst an, stattdessen öffnete sie die Türe gleich und blickte auch schon Tarina an. Sie sah nicht gut aus und spätestens jetzt verfluchte sich Jana für ihre Pflicht der Geheimhaltung. Sie verspürte das Bedürfnis zu Tarina zu gehen, sie zu fragen was sie hatte und wieso sie hier lebte … doch dies war in diesem Moment alles nicht möglich.
Sie wusste sehr wohl wie erschrocken Tarina sie gerade anstarrte aber der Zauber würde seine Wirkung tun. Stumm trat sie näher zu ihr und sah ihr ins Gesicht.

„Hör mir gut zu … die Zeit ist um. Du wirst nicht mehr hier bleiben … du wirst deinem Ruf wieder folgen.“ Die Worte waren wieder leise geflüstert und dann drückte sie ihr sachte das Pergament in die Hand. Sie enthielt die gleichen Zeilen wie auch die anderen, mit der zusätzlichen Beschreibung;

Reise nach Norden bis du zu den Wald verlassen wirst, danach wirst du dem Pfad zur nächst großen Stadt folgen. Sobald die Stadt in dein Blickfeld kommt, reise nach Osten durch den dichten Wald, bis du zur großen Lichtung kommen wirst, an der das Licht des Mondes die Dunkelheit durchbricht. Dort wirst du warten.

Sie sah Tarina noch mal eine Weile an. Lächelte zaghaft und wendete sich um. Sie durchtrat die Dunkelheit des Waldes und steuerte eines ihrer letzten Ziele an, es war bald soweit, bald würde es beginnen.
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Lysina Chezar
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Beitrag von Lysina Chezar »

"JANAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaa...."
Der Schrei verhallt echolos im Raum, wird von den hölzernen Wänden scheinbar aufgesogen, wie als würden sie sich nach der Ruhe, die vorher herrschte sehnen.

Lysina sitzt mit geröteten Augen und fiebrig-nasser Stirn aufrecht im Bett und zittert.

"Kindchen! Leg dich sofort wieder hin! Es ist alles in Ordnung, leg dich hin...Komm schon!"
"Ich muss...", stammelt sie und amcht Anstalten sich zu erheben.
"Nein, du musst erstmal liegenbleiben! Das Fieber ist noch nicht aus deinem Körper, du KANNST jetzt noch nciht aufstehen!"

"Aber ich muss zu....", ein schwacher Protest.
"Wenn du nicht liegenbleibst musst du nur sterben! Sei vernünftig, Kindchen!"
Lysina schaut mit trüben, verschwommenem Blick auf die alte Frau.
Eine warme Hand drückt sie sanft zurück ins Kissen, und etwas feuchtes, kaltes tupft über ihre Stirn, welche, wie sie glaubt eh schon zu gefrieren....in Wahrheit aber glüht wie ein angesengtes Stück Holz.

"Treffen...naht....Jana....muss...."

"Ja du wirst das Treffen sehen, mein Kind....aber erstmal musst du wieder gesund werden!"
Die Stimme wird immer leiser und verschwindet in der Tiefe um ihr, Lysina schläft wieder ein...ihre Hände aber fest ins Laken gekrallt, wie als wolle sie jedem zeigen, dass ihre Kräfte schon fast wieder da sind....
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Jana Durin
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Beitrag von Jana Durin »

Das letzte Ziel vor Augen. Sie hatte Lysinas Aufenthalt am leichtesten auftreiben können. Sie schritt mit sachtem Tempo den Feldweg entlang und schon in der Ferne konnte sie die Hütte erkennen, aus dessen Schornstein sachter Rauch stieg. Hier war sie also …Jana hatte es nicht schwer gehabt dieses mal eine Tarnung zu finden. Man hatte in einer kleinen Siedlung bereits von ihr gehört und auch dass es ihr nicht gut ging und als Jana sich als Heilerin ausgab, schickte man sie schon fast von selbst zur Hütte.
Kurz verharrte sie vor der Türe und dachte nach. Lysina war die letzte, sollte sie sich ihr vielleicht offenbaren und gemeinsam mit ihr reisen? Sie schüttelte den Kopf sachte, nein, dies wäre nicht im Sinne Siridias gewesen. Sie klopfte sachte dreimal gegen die Türe und schaute die Frau an, die ihr öffnete.
Sanft lächelte sie ihr zu und sie bemerkte den perplexen Blick, jene Dame hatte sicher mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Fremden Dame vor der Türe, die ihr erklärte eine Heilerin zu sein. Erst schien sie sich wehren zu wollen, doch Jana wusste sich schon zu helfen, ohne Gewalt anzuwenden und letztendlich willigte man ihr ein, einzutreten.

Sie ging in den Raum, in dem auch Lysina lag und bat die Frau, beide alleine zu lassen. Seufzend betrachtete sie die junge Hexe. Gepeinigt vom Fieber und zittrig lag sie da und als Jana sich zu ihr ans Bett setzte, strich sie ihr sanft über den Handrücken. „Ganz ruhig mein Kind … ich bin hier um dir zu helfen …“ sprach sie mit einem veränderten Tonfall und legte ihr eine feuchte Bandage über die Stirne. Dabei strich sie ihr über die Wange, hinab bis zum Herz, wobei sie leise Worte murmelte, ein Heilzauber wie sie ihn oft bei den Kranken im Lazarett benutzt hatte. Seine Wirkung würde in wenigen Stunden eintreten.
„Schone dich gut mein Kind … und … wir sehen einander bald wieder“ sie hatte die Worte kaum ausgesprochen, da erhob sie sich schon und legte etwas auf ein Tischen neben Lysinas Bett, eine Pergamentrolle.
Auf jener stand der gleiche Text, doch Lysina schickte das Pergament strikt nach Norden bis zu einem Wäldchen, deren größte Lichtung sie aufsuchen sollte.
Auch sie würde wissen wen sie vor sich gehabt hatte, das war Jana bewusst, als sie das Haus verlies.

Sie nickte der Dame noch freundlich zu und verließ das Haus. Die Sonne schien hoch und Jana nickte zufrieden, sie lag bestens in der Zeit. Es war vollbracht gewesen und alle wussten sie bescheid. Nun war es an der Zeit zu warten, bis sie sich alle zusammenfinden würden …
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Lysina Chezar
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Beitrag von Lysina Chezar »

Jemand war da gewesen...
Hatte zu ihr gesprochen...
So wirr es auch in ihr gerade aussah, meinte sie doch etwas vertrautes gespührt zu haben.
In der folgenden Nacht kam das Bewußtsein in Wogen zurück, verebbte wieder, kam wieder zurück...

Kurz bevor die Morgendämmerung eintrat schreckte sie hoch...ein Reflex... Sie beugte sich hastig über den Bettrand und übergab sich in das kleine Eimerchen an der Seite des Bettes.
Nach einigen Minuten kreiste ihr Kopf scheinbar wahllos umher, brummte gewaltig wie als wäre er voller Bienen.
Doch immerhin schien sie wieder einigermaßen bei Sinnen zu sein.
Als sie sich aufrichtete fiel ihr Blick auf das Pergament, welches Jana zurückgelassen hatte. Das Siegel erkannte sie sofort wieder...

Mit zittriger Hand griff sie danach, nahm es an sich und fiel zurück ins Kissen, schloß die Augen....
Sie mußte es nicht lesen, sie kannte den Inhalt bereits.
Die arme fest darum geschlungen und an sich gepreßt lag sie da.

Ein leises "Ja", war ihr letztes Wort, als der Heilschlaf sie wieder übermannte....
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Jana Durin
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Beitrag von Jana Durin »

Die Nacht war kalt und der Sternenhimmel war klar. Überall konnte man sie funkeln sehen und der Mond schien mit seinem fahlen Licht auf die Welt hinab. Es hatte etwas Seltsames und Mysteriöses und vielleicht war es nicht einmal Zufall. Sie stand im Verborgenen und schaute auf die Gestalten. Sie konnten sie nicht erkennen, sie wussten nicht dass sie hier schon länger stand, doch nicht mehr lange würde es dauern …
Sie schloss die Augen und der Schein des Mondes erhellte die Lichtung nun matt, als sie sich erhob und auf sie alle zutrat. Sie kam aus dem Dickicht und stand nur vor ihnen. Sie sah in ihre Gesichter … sie alle waren da.

Sharline, Tarina, Lysina, Si`ray, Gondar und die anderen, sie alle schauten Jana an. Sie alle hatten sich an diesem Orte vereint und nun konnte sie ihre Geschwister ansehen ohne ihre Sinne zu täuschen, ohne eine Maske des Verborgenen über sich zu legen. Sie lächelte matt zu den anderen und schwieg erst eine ganze Weile, besah sich jeden einzelnen von ihnen. Wie lange hatte sie sich auf diesen Tag gefreut? Sie wusste es nicht mehr … nun war er gekommen. Kraft hatte sie gesammelt die letzten tage, sie konnte sich erholen und auch die schmerzhafte Begegnung mit Sena war im Moment vergessen, all das war jetzt im Moment nicht von Belang, nicht jetzt. Das würde alles wieder an Bedeutung gewinnen, wenn sie diese Lichtung verlassen würde.
Ihre Stimme hatte wieder an Kraft gefunden, ihre ganze Statur stand stolz vor den anderen Hexen, als sie ihre Stimme erhob und sie mit einem violetten Schimmern in den Augen ansah, welches nun so stark glimmte wie sie es noch nie erlebt hatte.

„Meine Geschwister, ihr seit meinem Ruf gefolgt. Ihr seid meinen Hinweisen gefolgt und ihr habt zueinander gefunden. Es tut mir leid dass ich euch damals nicht direkt vor die Augen treten konnte, doch die Umstände hätten es nicht so gewollt. Nun stehe ich hier vor euch, um den Willen Siridias zu verkünden, denn sie war es, die uns alle hier versammelt hat. Sie war es, die mir in meinen Träumen zuflüsterte, dass die Zeit gekommen ist. Jahrzehntelang haben wir uns versteckt, haben verborgen wer wir sind und mussten in der Angst leben, vom Unmut der anderen Völker umgebracht zu werden. Immer mussten wir eine Lüge leben, etwas Falsches von uns geben … doch diese Zeit ist vorbei! Nun ist die Zeit gekommen, in der wir uns zu Erkennen geben werden. Auf der ganzen Welt vereinen sich heute Nacht die Zirkel der Schwesternschaft um das Ende dieser Lüge zu feiern! Von heute Nacht an … werden wir mit Stolz auf das zeigen, was wir sind! Ein Ruck wird durch diese Welt gehen und von uns allen geht dieser Ruck aus!
Wir alle haben unsere Heimat hinter uns gelassen, haben unter dem Hass und der Hatz nachgegeben, doch jetzt wird es sich ändern, jetzt werden wir durch die Städte schreiten und verkünden, das WIR HEXEN SIND!“
ihre Stimme nahm immer mehr an Kraft an und das Feuer der Leidenschaft brannte in ihr auf. Endlich war es soweit gewesen, aus dieser ewigen Angst heraus zu steigen. „Wir alle werden uns sammeln Schwestern, wie in den alten Zeiten werden wir uns wieder zusammenfinden und den Zirkel der Hexen neu gründen … und zwar in einem Land das man Ashkantra nennt. Es ist eine lange Reise bis dorthin, doch jeder Schweißtropfen den ihr vergießen werdet, wird euch doppelt zurückgegeben. Ich kann euch nicht zwingen mir zu folgen … mir noch einmal zu vertrauen … doch ihr seid mir hierher gefolgt und somit habt ihr mir bereits ein größeres Geschenk gemacht, als ich es erhofft hatte. Ihr alle werdet selbst entscheiden müssen ob ihr mir folgen werdet, doch alle die gewillt sind dies zu tun … ihr werdet belohnt für eure Mühen. So überlegt euch in Ruhe wie eure Entscheidung ausfallen wird meine Geschwister, doch lasst euch eines gesagt sein: Ich freue mich sehr euch alle wieder zu sehen … und mein Herz lächelt in diesem Moment.“

Sie sah durch die Gesichter ihrer Geschwister und sie lächelte. Sie alle würden für sich entscheiden müssen und sie würde sich anhören, was sie zu ihr sagen würden. Sicher war es alles plötzlich, doch sie wusste ganz genau, sie konnte auf ihre Mitschwestern zählen und sie war sich sicher, eine jede begrüßte das Ablegen der Lüge … endlich waren sie frei, endlich.
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Lysina Chezar
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Beitrag von Lysina Chezar »

Noch schwach auf den Beinen, gestützt auf einen Stock und fest mit einem warmen Mantel umhüllt schaut Lysina lange in das Schweigen der Runde.
Ihr war klar, dass alle zurückdachten, an das was sie zurückließen. Ihre Erlebnisse, ihr Leben, wie sie es bisher führten.
Alles was sie kannten, wenn man es genau bedachte. Sie alle würden hadern mit sich.
Andererseits, sie selbst hatte nichts zu verlieren.
Ihr selbst hatte die Welt nichts bieten können, abgeschnitten von jeglicher Familie, ja sogar Vergangenheit waren die Schwestern der einzige Trost, die einzige Wärme die sie empfangen hatte.

Noch einmal schaute sie in die Runde und trat dann vor, zu Jana.
Sie nahm ihre Hand und wendete sich den anderen zu.

"Schwestern...", ihre Stimme war leise und schwach, sie hoffte dennoch dass ihre Schwestern sie hörten, wenn nicht mit den Ohren, so mit den Herzen.
"Als ich in dies Land kam hatte ich nichts, ich hatte keine Bekannten, keine Freunde, keine Familie....noch schlimmer, ich hatte keine Erinnerungen, keine Vergangenheit....ich hatte keinerlei Identität.
Das einzige was mir geblieben war, war der Glaube. Er hat mich zu euch geführt. Ihr wie ihr vor mir steht, ihr habt mir wieder Leben gegeben. Habt mir gesagt dass ich existiere."
Sie hält ihre und Janas Hand nach oben.
"Ohne die Gemeinschaft kann will und werde ich nicht sein, zu grausam die Erinnerung an die Einsamkeit, der Gedanke allein zu sein.

Ich werde dort sein, wo alle Schwestern sind, dort wo dann auch Siridia seinwird..."

Sie streckt ihre andere Hand aus und hält sie den anderen entgegen.

"Ich bitte euch, laßt mich nicht allein...."
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Sena
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Beitrag von Sena »

Still lauschte sie den Worten. Denen Jana´s welche von so viel Hoffnung geprägt waren, Kraft spüren ließen, Worte so verheißungsvoll.
In der folgenden Stille überlegte sie.
Warum? Warum erst jetzt? Warum erhoben sich die Zirkel jetzt erst um ihren Widersachern die Stirn zu bieten? Was hatte sich verändert, woher kam die Sicherheit? Hatte Siridias sie berufen? War das verstecken ein Probe gewesen oder war die Wut der Völker auf etwas was sie nicht verstanden abgeebt?
Sie hob den Blick gen Himmel, ließ ihn über die klarheit der Gestirne wandern.
Ihre Gedanken wurden unterbrochen als Lysina schwach aber bestimmt die Stille brach.
War es vielleicht wirklich so, dass sie alle die Gemeinschaft brauchten um ihr Hexenwesen zu Leben? Konnte sie überhaupt alleine ihren Weg gehen ohne angst zu haben?
Schwierig. Und wozu? Wozu weiter das leben von dem sie sich gewünscht hat das es endlich endet. Wozu den weg zurückgehen .. Sie hatte in der letzten Zeit erfahren wie hilflos sie sein konnte. Diese Welt hatte so bald kein warmes plätzchen für sie als Hexe... sie als alleinstehende, verborgende Hexe.
Jana pries diesen weg nicht allein. Siridia gab ihn .. Jana verkündete nur, wie viele andere, ihre Worte...

Sharline lößte den Blick vom Himmel und sah zu Lysina die ihre Hand ausgestreckt, einladend entgegenhielt. Und Jana.. augenscheinlich an kraft abgenommen doch innerlich gerade zu sprühend vor jener.
Sharline nickte und begab sich langsam auf die beiden zu. Ja nicht nur ihr Kopf sagte ihr das es richtig war .. das Gefühl dieser Richtigkeit pulsierte durch ihren Körper mit jedem schritt.
Nicht böswillig, sondern um Lysinas Geste den anderen einladend zu lassen schritt sie an ihr vorbei an die andere Seite von Jana.Auf einer höhe mit ihr sah sie sie an...
und lächelte.
I sell souls at the side of the road,
would you like to take a number...?
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Gonda Salar
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Beitrag von Gonda Salar »

Stille

Eine lange Stille folgt der Rede Janas der Gonda andächtig gelauscht hatte , eine ergreifende , aufrüttelnde Rede . Es war als hätte sein ganzer Körper gebebt , während Jana zu ihnen sprach .. nein sprechen konnte man es fast schon nicht mehr nennen , so empfand es jedenfalls Gonda , so sehr war er den Höhen und Tiefen der Stimme Janas gefolgt , hatte die andren Schwestern kurzzeitig vergessen wie alles um ihn herum und nur gelauscht .
Nun jubilierte sein Herz da er nun wusste , dass die Zeit der öden Wanderung alleine ohne Brüder und Schwestern vorbei war und sie sich aufmachen würde in ein neues Land , ja dies würde den Anbeginn einer neuen Zeit bedeuten , als würden sie die Welt des Gejagt-Seins hinter sich lassen in eine neue Welt aufbrechen ...
leise Winde...leises Rauschen..Stille..
Langsam blickte er auf und sah seine Schwestern an , die ebenfalls etwas verzaubert und andächtig schienen und als Lysina leise zu ihnen sprach und ihnen ihre Geschichte erzählte und ihnen ihre Hand hinhielt
blickte er sie freundlich und warm an , wie sehr konnte er ihr doch nachfühlen , und langsam begann er etwas zu fühlen was er seit langer Zeit nicht mehr gefühlt hatte , ein Gefühl von Geborgenheit.... ja endlich war er wieder geborgen und sicher im Kreise der Schwestern..
und als die andre Hexe , die er nur ganz flüchtig kannte sie auch auf den weg zu Jana machte überlegte er nicht lange und erhob leise seine Stimme Ich danke Siridia für diesen Tag an dem ich und wir alle erlöst wurden... er blickte jeden freundlich an und sprach dann noch etwas leiser
mögen die schlimmen Tage der Vergangenheit sich nie wiederholen . Dann ging er langsam zu den drei andren stellte sich an Lysinas Seite und ergriff ihre Hand sanft und drückte sie leicht, als Zeichen für ihre Gemeinschaft ..
und wieder trat diese Stille ein und er fühlte die Wärme langsam in sich hineinfließen , als käme sie aus der Hand Lysinas in sich , er sog sie geradezu auf und fühlte die Gemeinschaft ..
es ist gut sprach er kaum hörbar zu sich und schloss überwältigt von seinen Gefühlen seine Augen....
- And then there was silence -
Jana Durin
Beiträge: 31
Registriert: 6. Jan 2004, 16:14

Beitrag von Jana Durin »

Jana blickte über die Gesichter ihrer Schwestern. In ihren Mienen war so vieles zu lesen, so vieles was ihnen scheinbar durch den Kopf schwirrte. Ängste, Sorgen, Hoffnung, Freude … und jedes einzelne Gefühl vermochte sie nachempfinden. Sie löste sich langsam von den anderen, trat etwas an den Waldrand und schaute nachdenklich in die Ferne, eine weite Reise, dem war so und sie wusste gut, dass sie wieder nicht mit ihren Schwestern reisen können würde … wieder würde sie getrennte Wege gehen, doch diesesmal mit dem Wissen, das alles Gut werden würde.

Sie wandte sich sehr langsam um, sah noch einmal jede einzelne ihrer Mitschwestern an, ehe sie wieder sachte zu Sprechen begann. „So ist der Tag gekommen … an dem wir wieder geeint sind. Und doch … werde ich mich vorerst erneut von euch trennen müssen, denn es gibt noch Dinge, die für mich im Unreinen sind und abgetan werden wollen, ehe ich zu euch stoße. Doch höret mir genau zu; ihr alle werdet gemeinsam gen Westen ziehen, bis zur nächsten Hafenstadt, Por Catalis. Dort wird euch am Hafen ein Mann erwarten, sein Name ist Jonar … er wird euch sicher näher an euer Ziel bringen. Dieser Mann genießt mein Vertrauen und ihr könnt ihm auch jenes schenken, meine Schwestern.

Es schmerzt mich, dass ich erneut einen anderen Weg gehen muss, doch mein Werk ist noch nicht ganz beendet, ehe ich mit der Vergangenheit abschließen kann und nach vorne blicken kann, ohne einen mulmigen Gedanken mit mir zu führen. So begebt euch nach Por Catalis … vielleicht werden wir uns bereits dort treffen, doch wartet auf keinen Fall auf mich. Sollte ich es nicht schaffen, werde ich euch folgen … Siridias Segen möge über euch alle gesprochen sein und wisset, Mutter passt auf uns auf“


Sie ließ den anderen keine wirkliche Möglichkeit, Widerspruch zu leisten. Kaum hatte sie ausgesprochen, drückte sie eine Rune fest in ihrer Hand und schloss die Augen … und innerhalb kürzester Zeit fand sie sich an einer anderen Waldlichtung wieder. Nun galt es jemanden zu finden … und einige Dinge zu klären … die bitter nötig waren.
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