Es war eine stille Nacht, fast wolkenlos, und der Mond, der zu einer Sichel geformt war, erzeugte einen leichten grauen Schimmer auf der Landschaft. Bauer Morgenblatt saß am Kamin, und starrte entspannend ins Feuer, er hatte den ganzen Tag geschuftet um die Kühe auf die weide zu bringen. Während sein Weib das Abendmal auftrug, hörte man die spielenden Kinder aus dem Nebenraum. Außer dem knarrenden Holz unter Morgenblatts Schaukelstuhl, der stets hin und her schwenkte, und dem Knistern im Feuer war Nichts zu hören, sogar das entspannte Muhen der Kühe war nicht zu hören, obwohl die Weide gleich neben den kleinen Bauernhaus lag. „Das essen is-“ Morgenblatts Weib verstummte, es War ein lautes aufgeregtes Muhen von den Kühen zu hören. Der Bauer schreckte hoch und wechselte einen entsetzten blick mit seiner Frau. Sofort rief sein Weib die Kinder zu sich, und der Bauer ergriff die Mistgabel die neben der Türe an der Wand lehnte.
Er riß sofort die Verzogene Holztür auf und stürmte hinaus gen Weide. Doch als er dort ankam glich die weide eher einen Vorgarten eines Schlachthofes als einer weide. Sicher eine Hälfte der Kühe lagen zerfleischt herum, und, obwohl es Bauer Morgenblatt in dem grauen Schimmer der über die weide lag nicht erkannte, hatten sich bereits große rote Flecken unter den Kadavern gebildet. Als er zu den anderen duzend Kühen sah erbleichte der Bauersmann vollends, ein Wolf zerfleischte in einer schrecklichen und blutigen Ekstase eine Kuh nach der anderen. Als sich der Bauer wieder aus der starre beruhigt hatte hörte er einen hellen schrei aus dem Haus, sofort machte er kehrt und rannte zu seinem Bauernhaus. Was er nun sah als er ankam war viel grausamer und viel schrecklicher als das auf der weide, soweit dies überhaupt noch möglich war, sein ältester Sohn Lag am Boden, und als er sah was über ihn gebeugt war lies es ihm nicht einmal merken wie die Gestalt seinem eigenen Sohn den Todesstoß gab: Es war eine riesige Gestalt, man würde sie auf etwa 220 Halbfinger schätzen. Es hatte Krallen solange wie die Finger des Bauern. Es war in gebückter Haltung und konnte sich nicht wirklich stillhalten. Es war Halbmensch Halbwolf, ein Zwitter Wesen, er hatte schon einmal davon gehört, aber er dachte immer das es an Märchen war. Während sich sein anderer Sohn und sein Weib unter den Eck Tisch verkrochen schwenkte der Blick des Lykantrophen auf den Bauern Morgenblatt. Er konnte sich nicht mehr fassen das war es schon zu spät, das verfluchte Ungetüm schnellte an ihn heran, und stieß ihn mit einer Tatze die Mistgabel aus der Hand und mit der anderen stieß es dem Bauern in den Bauch. Seine kralle ging durch denn Bauern durch als wäre dieser aus Butter. Der Bauer konnte den Bewegungen gar nicht folgen und dann sank er schon zu Boden, er war Tod bevor er auf de Boden aufschlug. Dann machte sich das Zwitter-Wesen an das Bauernweib und ihren Sohn heran. Der „Werwolf“ brauchte nicht viel länger um die beiden Kaltblütig zu töten wie den Bauern. Da das Bauernhaus recht weit entfernt von den kleinen Ort den es in diesen Landen gab entfernt war wurden die Leichnamen erst einige Tage später entdeckt, sie waren schon am verwesen doch erkannte man durch was sie getötet wurden. Das Dorf munkelte Das sich in den Wäldern ein Verrückter herumtreibe der sich Wolfskrallen umgebunden habe und die Herden der Bauern tötete. Doch hatte es noch keine übergriffe auf die Bauern selbst gegeben. Da der Bürgermeister des Dorfes zu keiner anderen Erklärung kam beließen sie es dabei, ab und zu wurden noch einzelne Tiere Erlegt von dem verrückten „Wolfmann“ wie man ihn nannte. Die Bauern hatten jedoch nie die Wahrheit erfahren, denn auch das Tier morden hörte bald auf.
Sterbender Abend
- Elron Denlor
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