Eine stürmische Nacht
Verfasst: 7. Jan 2004, 15:43
Stürmisch war die Nacht, stürmisch und kalt. Der Regen peitschte nur so durch die Luft und der eisige Wind schnitt unbarmherzig alle Wärme dieser Welt von sich. Die Wellen der See türmten sich zu Giganten auf und das eiskalte Wasser lies einen jeden erfrösteln, der etwas davon ins Gesicht gepeitscht kriegte. Unter diesem Wetter trieb ein Boot auf dem Meere, hilflos den Wellen ausgeliefert. Immer mehr schwenkte es umher, immer mehr drohte es zu kentern. Die einzige Insassin des kleinen Bootes krallte sich krampfhaft am Schiffsmast fest, an ihren Körper eine kleine Gestalt gedrückt. Angst. Mehr mochte man in diesen Momenten nicht verspüren, Angst und Ungewissheit. Die nächste Welle traf das Boot und wieder schaukelte es stark, würde dieses Unwetter denn niemals enden? Nur Sekunden später, eine nächste Welle und die Frau wurde auf den hölzernen Boden des nassen Decks geschleudert, Schmerzen durchzuckten ihren Körper, der bereits halb taub war von der Kälte.
Das kleine Kind jammerte laut auf, als es mit zu Boden gerissen wurde. Bitte, wieso konnte dieser grausame Sturm nicht endlich enden, hatte sich das Schicksal nun ganz gegen sie geschworen? Sie sah hinab auf das junge Mädchen, zittrig lag es da, eingehüllt in eine dicke Robe. Aber als sie in das kindliche Gesicht sah, blickte sie in gerötete Augen und sah auf die zitternden, blauen Lippen. Das Haar klebte ihr auf der Stirn, der aufgeweichte und nasse Stoff der Robe heftete an ihrer Haut, das alles hätte nie so sein sollen. Mühsam richtete sich die Frau auf, sah hinauf in den düsteren Himmel, erwartete sie ein Wunder? Erwartete sie, dass dieser Sturm nun vorbei sein würde, wenn sie in die Ferne blickte? Eine nächste Welle erwischte das Schiff und damit war es besiegelt; das Schiff kenterte, fast spielerisch wurde es von den gigantischen Wellen umgestoßen und neben sich hörte sie nur ein lautes Aufjammern und Schreien, danach folgte die eisige Kälte des Wassers.
Genauso folgte eine plötzliche Desorientierung und für einige Sekunden wusste sie nicht einmal mehr, wo oben und unten war, doch rief sie der Schrei des Mädchens wieder zurück in das hier und jetzt, sie musste ihr helfen. Sie konnte sie hilflos paddeln sehen, so schwach und alleine. Sie schwamm mit einigen kräftigen Zügen zu ihr, wie schwer ihr eigener Körper doch mit all den Kleidern war, sie brauchte fast zu lange um ihre Tochter zu erreichen, doch dann griff sie sie fest, hauchte ihr etwas zu und tauchte mit ihr zusammen unter, hinein in den möglichen, eisigen Tod. Sie hatte Mühe, große Mühe voran zu kommen ohne die kleine zu verlieren, doch irgendwie schaffte sie es, sie schaffte es aufzutauchen, sie waren unter dem Boot weg und trieben nun im Meer. Hastig blickte sie sich um, jede Bewegung schmerzte zwar, doch musste sie etwas finden, etwas woran sie sich festhalten konnte, ein Stück Holz des abgerissenen Bodens, es schwamm wie ein heiliges Symbol im Meer. Durchhalten. Mit ganzer Kraft schwamm sie zusammen mit der Kleinen im Arme und umklammerte das Brett fest. Sie fühlte nach ihren kleinen, zarten Händen und legte sie bestimmend um das Brett. „Nicht loslassen, hörst du? Nicht loslassen“. Sie festigte den griff des Kleinen Mädchens sorgfältig, sie schlief, oder war sie … nein, sie lebte, das wusste sie. Sie sah sich um, und nun spürte sie die Kälte immer mehr, spürte wie ihre Lippen zitterten und ihr Körper immer tauber wurde. War es etwa schon soweit? War die Zeit gekommen, zu ihr zu gehen, ins Reich der Unendlichkeit? Sie konnte den Gedanken vielleicht noch zu Ende bringen, ehe die Kraft ihren Körper ganz verlies, bis sie fühlte, dass sie hinab sank, in den eisigen Tod … wie gut das die Kleine schlief. Kälter, es wurde immer kälter und letztendlich war gar nichts mehr, außer einem wunderbaren Frieden, der für die Ewigkeit währen würde.
Das kleine Kind jammerte laut auf, als es mit zu Boden gerissen wurde. Bitte, wieso konnte dieser grausame Sturm nicht endlich enden, hatte sich das Schicksal nun ganz gegen sie geschworen? Sie sah hinab auf das junge Mädchen, zittrig lag es da, eingehüllt in eine dicke Robe. Aber als sie in das kindliche Gesicht sah, blickte sie in gerötete Augen und sah auf die zitternden, blauen Lippen. Das Haar klebte ihr auf der Stirn, der aufgeweichte und nasse Stoff der Robe heftete an ihrer Haut, das alles hätte nie so sein sollen. Mühsam richtete sich die Frau auf, sah hinauf in den düsteren Himmel, erwartete sie ein Wunder? Erwartete sie, dass dieser Sturm nun vorbei sein würde, wenn sie in die Ferne blickte? Eine nächste Welle erwischte das Schiff und damit war es besiegelt; das Schiff kenterte, fast spielerisch wurde es von den gigantischen Wellen umgestoßen und neben sich hörte sie nur ein lautes Aufjammern und Schreien, danach folgte die eisige Kälte des Wassers.
Genauso folgte eine plötzliche Desorientierung und für einige Sekunden wusste sie nicht einmal mehr, wo oben und unten war, doch rief sie der Schrei des Mädchens wieder zurück in das hier und jetzt, sie musste ihr helfen. Sie konnte sie hilflos paddeln sehen, so schwach und alleine. Sie schwamm mit einigen kräftigen Zügen zu ihr, wie schwer ihr eigener Körper doch mit all den Kleidern war, sie brauchte fast zu lange um ihre Tochter zu erreichen, doch dann griff sie sie fest, hauchte ihr etwas zu und tauchte mit ihr zusammen unter, hinein in den möglichen, eisigen Tod. Sie hatte Mühe, große Mühe voran zu kommen ohne die kleine zu verlieren, doch irgendwie schaffte sie es, sie schaffte es aufzutauchen, sie waren unter dem Boot weg und trieben nun im Meer. Hastig blickte sie sich um, jede Bewegung schmerzte zwar, doch musste sie etwas finden, etwas woran sie sich festhalten konnte, ein Stück Holz des abgerissenen Bodens, es schwamm wie ein heiliges Symbol im Meer. Durchhalten. Mit ganzer Kraft schwamm sie zusammen mit der Kleinen im Arme und umklammerte das Brett fest. Sie fühlte nach ihren kleinen, zarten Händen und legte sie bestimmend um das Brett. „Nicht loslassen, hörst du? Nicht loslassen“. Sie festigte den griff des Kleinen Mädchens sorgfältig, sie schlief, oder war sie … nein, sie lebte, das wusste sie. Sie sah sich um, und nun spürte sie die Kälte immer mehr, spürte wie ihre Lippen zitterten und ihr Körper immer tauber wurde. War es etwa schon soweit? War die Zeit gekommen, zu ihr zu gehen, ins Reich der Unendlichkeit? Sie konnte den Gedanken vielleicht noch zu Ende bringen, ehe die Kraft ihren Körper ganz verlies, bis sie fühlte, dass sie hinab sank, in den eisigen Tod … wie gut das die Kleine schlief. Kälter, es wurde immer kälter und letztendlich war gar nichts mehr, außer einem wunderbaren Frieden, der für die Ewigkeit währen würde.