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Der Traum

Verfasst: 18. Mai 2004, 10:17
von Maximillian Sato
Eine leise Briese wehte über eine öde Landschaft, der Gestank von Vermoderung
und Verwesung kroch vereinzelt in die Nase. Es war ein leises Summen hören,
das Summen von Hunderten Fliegen, die sich anscheinend über ein Festessen
freuten. Es war eine Unheimliche Stille, man hörte nur vereinzelt den Wind
Pfeifen. Dann machte
Na'zob Seine Augen auf und sah ein riesiges Schlachtfeld, es lagen dort Menschen, Zwerge, Elfen, aber auch Orks, viele Orks - vertraute Gesichter. Plötzlich sah er in der Ferne einen Schwarzen Fleck auf der Landschaft. Na'zob
Schaute ihn an und wusste was jetzt passiert, denn es war nicht das erste
Mal, dass er diese Situation erlebte. Der Fleck entpuppte sich zu einem immer
größer werdenden Loch. Dieses schwarze "Nichts" kam schnell, wie eine
Flutwelle, auf ihn zu. Na'zob begann zu rennen, er begann immer hier zu rennen, er konnte nicht anders - er musste. Das Loch wurde immer riesiger und war jetzt nur noch wenige Schritte hinter ihm... - Dann fiel er immer weiter runter in die schwarze Ewigkeit, immer weiter runter in das endlose Nichts.
Na'zob riß die Augen auf und ein Lichtstrahl der hellen Sonne, der durch einen kleinen Ritz im ledernen Zelt kam blendete ihn so sehr, dass seine Augen schmerzten. Er Rieb sich kurz die Augen Und Stand unbeholfen und müde auf. "Es war nur ein Traum" dachte er sich, der selbe Traum, der ihn jede Nacht verfolgte und ihm seinen wertvollen Schlaf raubte. Na'zob
war kein sehr großer und Monströs wirkender Ork, trotzdem hatte er eine große
Klappe. Er gab Jedem Befehle, auch wenn er dafür sehr viel Einstecken musste.
Eine Narbe von seinem Knie bis zu seiner Hüfte erinnerte noch daran, als er
sich mit einer Truppe wilden Krieger anlegte, die gerade von einer Jagt
zurück kamen, da wollte Na'zob auf einmal, wegen Geldsorgen die Hälfte von dem erbeutetem Gold, dies bereute er aber spätestens, nachdem er seinen Satz beendet hatte und ihn im Kopf ein- bis zweimal wiederholte um ihn selber zu verstehen.
Er hatte wiederum auch sehr viel Ergeiz, den diese Truppe zu spüren bekam ...
"Glob Humi! Dik bezza gebatz Na'zob Glizza!" sagte
Na'zob. Die Gruppe lachte den kleinen Ork aus, da er auch nicht weiter aussah wie eine größere Gefahr. Daraufhin schrie Na'zob
irgendeinen Schrei aus, der sich nach einer Mischung aus Affengeschrei und
dem Trompeten eines Elefanten anhörte. Daraufhin hörte man hinter
Na'zob ein Rascheln eines Busches und Plötzlich standen dort zwei, im vergleich zu Na'zob
monströse Orks,
Garomo'z und Morkza Na'zob's zwei große Brüder. "Gebatz dik Na'zob
Glizza?!" sagte Garomo'z in einem wütendem Ton bei dem man jetzt besser nichts falsches sagen sollte. Inzwischen ist Morkza auch zu einem der Krieger hingegangen und hielt ihm seine Klinge an den Hals. "Hab
dik nub gehoartz waz
Na'zob gezagt ?!". Und fast schon in einer übernatürlichen geschwindigkeit Lagen auf dem Boden vier Goldsäcke und in der ferne hörte man noch die Schreie verängstigter Krieger. Die drei Orks teilten sich natürlich das Gold wobei Na'zob,
dank seines Stursinns mehr bekam als die anderen beiden, dafür wurden sie
nicht weiter von Na'zob genervt ...

Die Wanderung

Na'zob schaute sich um und sah ... Nichts ... Er überlegte einen Moment und stellte dann fest dass sein clan wohl ohne ihn abgehauen ist. Er kratzt sich an seiner Stirn und roch nochmal unter seinen Achseln. Dann nahm er seinen Bogen und zog in die richtung wo die Sonne schien. Na'zob
lief mehrere Stunden in richtung der Sonne und sah in weiter Ferne einen
Großen Berg, der aus einem gürnem Wald ragte. Doch im laufe der Zeit merkte
er, wenn er die ganze Zeit in richtung Sonne ging der Berg in der Ferne immer
weiter hinter seinen Rücken rückte.
Er blieb stehen und sah sich um und bemerkte, dass hinter ihm ein kaum noch
zu erkennender Berg war und vor ihm ein wunderschöner Sonnenuntergang, doch
das kümmerte
Na'zob nicht. Er fühlte sich reingelegt, reingelegt von diesem glühendem Bällchen dem er die ganze Zeit hinterher lief. Von nun an hasste er die Sonne und alle anderen glühenden Bällchen. Er legte sich hin, da die nacht gerade herreingebrochen ist. Am nächsten Morgen weckte ihn ein seltsames Geschrei. Na'zob
stand blitzschnell auf, spannte seinen Bogen und schlich zu dem Geschrei. Er
schaute hinter einem Busch vor und sah einen Zwerg mit einem Ork kämpfen,
aber es war nicht irgentein Ork, sondern
Garomo'z, einer der großen Brüder von Na'zob der geminsam mit Morkza seine
eigenen Wege gegangen ist.
Gerade als der Zwerg Morkza mit einem schnellem Tritt in die Weichteile kurz
kampfunfähig machte und auf den benommenen
Garomo'z den finalen Schlag ansetzten wollte, ziehlte Na'zob mit seinem Bogen
genau auf den Zwerg und ließ die Leine aus seiner Hand gleiten. Man hörte
nurnoch ein leichtes Pfeifen und der Zwerg viel nach einem kurzen Schnappen
nach Luft um.
Garomo'z schaute verwirrt auf seine waffe und dann auf den Zwerg, der auf dem Boden lag, da er ja keinen Schlag gemacht hat und der Zwerg trotzdem umgefallen ist. Er schüttelte den kopf und beugte sich dann runter zum Zwerg um sein "Glizza" zu nehmen. Schnell riß er den Goldbeutel von dem Gürtel des Zwerges, da bemerkte er den Pfeil in dem Zwerg. Na'zob
kam grunzend mit einem Satz aus dem Gebüsch gehüpft und ging zu Garomo'z.
"Garo!" sagte Na'zob. "Na'zob! Dik nub bei daz antere
Uruks?" "Nub!" sagte Na'zob "Alz
Na'zob ufwaken antere Uruks warn nub da!. Zo mik droddelde daz obaglob ball .. " wobei Na'zob
auf die Sonne zeigte, die gerade direckt über ihnen schien
" .. un dan mik kamze zu dik - zu Garo!". Seit diesem Tage an erlebten die
drei Orks viele Abenteuer, die mal gut und mal schlecht für sie ausgingen.
Sie trafen auf neue Clans, wie die Zholachai, dessen Boss schließlich Garo
wurde, sie traten dem Ukatscha-Clan bei, dessen Boss später auch noch Morkza
wurde und sie erlebten gemeinsam den Untergang der Welt, aber nicht gemeinsam
den Start einer neuen Welt...

Das Ende der alten Welt

Na'zob wachte auf ... Blutüberströmt, ein Schwert hatte ihm eine tiefe Wunde in den Arm geschnitten. Wärend der blutige Arm fast leblos nurnoch an ihm "runterbaumelte", hielt er in dem Anderen die Einzelteile seines Bogens. Ein leichter Windzug kam auf - nur kurz - weder kalt, noch warm. Er hatte ein blau-rot angeschwollenes Gesicht, wewegen er auch nur sehr verschwommen sehen konnte er versuchte mit ruckartigen Bewegungen die Fliegen von seinen Wunden zu scheuchen, doch es hatte keinen Zweck. Es waren zu viele. Er stieg auf eine kleine Anhöhe, die bis vor kurzem noch mit Gras bepflanzt war, jetzt aber nurnoch aus Matsch und vereinzelten Grasresten bestand. Dann kamm ihm wieder einer diese Windzüge entgegen.
Er trug einen Geruch mit, Geruch von Vermorderung und Verwesung. Das alles
kam ihm aus irgendeinem Grund wie ein Deja-vue vor. Er versuchte seine Augen
weiter aufzumachen, um sich an der Landschaft zu orientieren. Doch dann wußte
er, was der Grund dafür War. Ein riesiges Schlachtfeld. Millionen oder gar
Milliarden Kadaver, die langsam vor sich hin rotteten. Menschen, Zwerge,
Orks, ja sogar Elfen lagen tot vor ihm. War das wieder einer dieser Träume?
Na'zob hatten einen solchen Traum nicht mehr, seid er Garo und Morkza wiedergetroffen hatte. Na'zob
wußte, was jetzt passiert und er wollte gerade losrennen, als er bemerkte,
dass dort überhaupt kein schwarzer Fleck am Horizont war. Er setzte sich hin
und überlegte, was er jetzt machen sollte. Doch dann Starte er blitzschnell
und konzentriert in den Horizont.
"Dort ist doch etwas" , dachte er sich. Und langsam formte sich eine kleiner
Flackernder Punkt in der Ferne zu einem dicken schwarzen Klecks im Horizont,
der sehr schnell immer größer wurde.
Na'zob blieb sitzen. Das Schwarz kam auf ihn zu, Na'zob dachte sich
"In ein paar Sekunden werde ich aufwachen und dann ist alles vorbei." Es war
nurnoch einen bruchteil einer Sekunde vor ihm, als dann auf einmal ... Dumpfe
Stille. Na'zob schwebte in einem endlosen Raum von Nichts, er spürte seinen Schmerz nichtmehr. Auch seine Wunden hörten auf zu bluten. Es war alles ausgeglichen, seine Gefühle und sein Denken. Er fühlte weder Hass noch Liebe. Es war, als gäbe es keine Zukunft, keine Vergangenheit und auch keine Gegenwart. Plötzlich sah er wie er begann sich aufzulösen. Zu erst seine Fingerspitzen, dann seine ganzen Hände, bald der die Arme und der Rest vom Körper. Dann wurde es Schwarz.

Der Anfang der neuen Welt

Na'zob hörte Vögel zwitschern und spürte gesunden Rasen in seinen Pranken. Er lag mit dem Gesicht zu Boden in weichem Gras auf einer Lichtung. Aber er fühlte sich, als wäre er aus zehn Metern auf harten Stein gefallen. Er blickte Auf und über ihm war ein leicht bewölkter blauer Sommerhimmel. Er stand vorsichtig auf schaute sich um und lief los, aber diesmal nicht der Sonne nach ...