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Götter? Götter? Wer braucht schon Götter....

Verfasst: 2. Jan 2006, 19:26
von Beliar
Viele die noch von MI/FL her stammen können sich erinnern, dass der Götterglaube teilweise massiv ignoriert wurde, nicht nur von Spielern, sondern auch teilweise von Stafflern.

Jetzt würde mich einmal interessieren was der Grund dafür war.

Warum hat euer Char sich nicht für die Götter interessiert, warum hat er nicht daran geglaubt und was waren eure RL Beweggründe dafür Atheisten zu spielen anstatt Göttergläubige Chars?

Verfasst: 2. Jan 2006, 20:31
von Samiel Hydro
anfangs waren alle meine chara atheisten. einfach aus gründen der faulheit...es bedarf manchmal großer überwindung mehrere mehrseitige texte zu studieren um auch jeden aspekt der glaubensrichtung zu erfassen und auch in gutes rp umzuwandeln

Später (mit sehr viel mehr erfahrung und dem wunsch nach besserem rp) hab e ich mich dann mehr mit diesen dingen beschäftigt und ich kann sagen das es durchaus vorteile hat einer religion anzugehören
(vördert gruppenzugerhörigkeit usw.). das problem war jedoch sehr oft, das einfach kaum jemand auf ein solches rp reagierte weil der gegenüber halt keine ahnung hatte

Verfasst: 2. Jan 2006, 22:42
von Sildran
kann zwar als nicht-atheisten-char-spieler nicht zum thema wirklich mitreden. aber es wurde ja schon so oft erwähnt, daß es auch daran lag, daß weder der glaube an die götter noch das gegenteil irgendetwas bewirkte.

ferner denke ich, daß der "erweiterte monotheismus" zu sehr an unsere heutigen zustände erinnert. da sieht halt der spieler hinter dem char außer dem götterglauben noch das ablehnen des selbigen als weitere möglichkeit. ist eben doch nicht so wie in anderen rp-hintergründen oder in unserer vergangenheit der fall, daß es bei nem polytheistischen glauben so eine vielfalt von getier gibt, daß jedes töpfchen ein deckelchen findet. und wenn für den "guten" char wie größtenteils auf FL nur die wahl zwischen.. uhm.. arazel (den leuten vieeel zu extrem), der erdmutter (gemüslidinos), Raziel (ub0rcool, aber etwas zu unbekannter nebenclub) und morgoth (noch viel cooler als raziel- das sind die coolen bösewichte. wäre darth vader auf dem shard, hätte er genau diesen götterglauben! muaha!) gibt, dann wird der gute char eben schnell mal böse oder besser noch garnichts, wenn er nun doch gut bleiben will.

warum auch der staff den götterglauben ignorierte? uhm? tat er das? war den meisten vielleicht zu schwer, chars von etwas zu überzeugen, die selbst von klerikern und paladinen und deren wunderwirk-spells nicht wirklich überzeugt werden können.

an der faulheit würde ichs nichteinmal festmachen.. als ich auf MI angefangen habe, war ich anfangs auch ohne fahrschein (götterguides anfangs nicht gelesen).. aber wenn man mal n paar spielerchars begegnet, die das glaubens-rp ausführen, dann merkt man schon, daß man sich die mal ansehen soll,, wenn man weiterhin den überblick halten soll..

vielleicht ist/war da ein problem. es gab keine spieler, die einem mal nebenbei so n bisserl das zeug um die ohren hauen.. es gab zwar zB den -o-, der einem das ganze zwar per keule servieren konnte, aber keine 08/15-typen, die einen auch mal damit nebenbei konfrontierten... so konnten sich viele von den "keule"-spielern distanzieren, ohne dabei irgendwie nochmals wem zu begegnen. ist wohl so eine erdrutschkettenreaktion. hier trifft man keinen, der einen etwas damit konfrontiert und man denkt, man fährt auch ohne guides gut. man selbst trifft ein paar, die das dann auch denken und schon kann niemand umgestimmt werden.

nächster punkt: sorry, beliar, aber einer der gründe war vesper und auch größtenteils gotara..
vesper wurde zu anfang an, da die spieler nicht ne art polizei auf die beine stellen konnten mal so nebenher von ner gruppe teufelsanbeter übernommen?! (die stadt war dann ja sogar noch "offen" für durchreisen und sowas...O_o)
die anderen städte habens im RP voll ignoriert. und besonders gotara als spielern geleitete stadt stand da ziemlich auf einem merkwürdigen posten: behelligen die uns nicht in der sadt, stören uns die abgetrennten köpfe und die feuersäulen vor deren stadttoren auch nicht. deren mitglieder müssten schon chars innerhalb der stadt killen, damit sie als nicht ganz so gesetzesfreundliche menschen angesehen werden. tut mir leid.. aber besonders gotara ignorierte anfangs jeden götterglauben. da sehr viele spieler in goatara sich häuser holten, verbreitete sich das.

Verfasst: 2. Jan 2006, 23:47
von Ex Urviech
Unter den Göttern von MI/FL war einfach nix guts dabei würd ich sagen. Eigentlich wie sildran das schon ausgedrückt hat.

Und ich glaube auch, dass man das ganze anders angehen muss. Da es ja sowieso alle götter gibt, sollte man nicht fragen: "an wen glaubst du" denn das wär ja blödsinn. Man sollte eigentlich sowieso an alle glauben, nur eben zu dem beten, von dem man sich am meisten verspricht. Aber auch da fehlen bestimmte Götter, es ist einfach nicht für jeden geschmack was dabei.

Verfasst: 3. Jan 2006, 00:07
von Beliar
Sildran hat geschrieben:nächster punkt: sorry, beliar, aber einer der gründe war vesper und auch größtenteils gotara..
vesper wurde zu anfang an, da die spieler nicht ne art polizei auf die beine stellen konnten mal so nebenher von ner gruppe teufelsanbeter übernommen?! (die stadt war dann ja sogar noch "offen" für durchreisen und sowas...O_o)
die anderen städte habens im RP voll ignoriert. und besonders gotara als spielern geleitete stadt stand da ziemlich auf einem merkwürdigen posten: behelligen die uns nicht in der sadt, stören uns die abgetrennten köpfe und die feuersäulen vor deren stadttoren auch nicht. deren mitglieder müssten schon chars innerhalb der stadt killen, damit sie als nicht ganz so gesetzesfreundliche menschen angesehen werden. tut mir leid.. aber besonders gotara ignorierte anfangs jeden götterglauben. da sehr viele spieler in goatara sich häuser holten, verbreitete sich das.
Leider muss ich eingestehen, dass ich da nicht widersprechen kann.
Wir haben mit Gotara eine Möglichkeit zur Verbreitung des Glaubens aus den Händen flutschen lassen.

Eine Schuld, die ich mir ganz alleine auf die Schultern heften lassen muss, da ich zumindest während der FL Zeit praktisch der einzige war der über solche Entscheidungen das sagen hatte.

Jedoch muss ich auch sagen, dass die Gründe darin in der menschlichen Natur zu finden sind.

Während MI Zeiten noch fand sich Gotara nur all zu oft als Ziel der wöchentlichen Ork/DuE Überfälle was die ganze Truppe ziemlich ausgebrannt hatte. Nur wenige wissen, dass wir eigentlich zu Ende MI's Gotara eigentlich hatten aufgeben wollen, weil wir einfach genug davon hatten das Wochenendziel von PvPinteressierten zu sein.

Dank der grossen Unterstützung seitens des FL Staffes jedoch (was man ihnen wirklich zugute halten muss) haben wir uns dann doch entschieden gehabt, Gotara neu zu gründen.

Dabei entschieden wir uns, dass wir dieses mal versuchen wirklich jeder Art von Konflikt aus dem Weg zu gehen, damit wir nicht am Ende wieder so aussehen wie zu MI Zeiten. Sicherlich auch ein Grund warum ich oft gegenüber dem Orden der Morgendämmerung sehr abweisend gegenüber getreten bin.

Ein weiterer war, dass die Bürokratie von Gotara schon bald einen erheblichen Teil meiner Freizeit verschlungen hatte, und ich mich in den letzten Monaten vor dem Ende FLs so ausgebrannt gefühlt habe, dass ich gar nicht in der Lage war ernsthaft was dagagen zu unternehmen. Auch wenn wir zu dieser Zeit einen Tempel zu Ehren des Gottes der Ernte, einen zu Ehren des Wassergottes und einen kleinen Arazel Tempel errichten liessen.

Zu diesem Zeitpunkt aber war FL praktisch schon tod und daher war es nich sehr hilfreich.

Der Dritte Punkt war sicherlich die Veränderung der Götterlandschaft von MI zu FL, mit zahlreichen Änderungen die ich nicht nachvollziehen konnte, als auch einer (meiner Meinung nach) verkomplizierung, die mein persönliches Interesse an den Gottheiten praktisch auf Null reduzierte.

Des weiteren halte ich es für einen Fehler der auf MI/FL praktizierten "Die Götter greifen nicht aktiv ein" Regel, welche diese zu einfachen Geschichten auf der HP degradierte und es schwer machte einem das Gefühl zu geben, dass jene wirklich ein Teil der Welt waren in der man lebte.

Es ist einfacher einen Gott zu verneinen, der sich nie zeigt, als einen der gerade neben dir nen Dämonen in Einzelstücke zerdampft hat (krasses Beispiel).

Verfasst: 3. Jan 2006, 06:58
von Shakra Meard
Naja also Shakra hab ich eigentlich als mehr oder weniger 'unbeschriebenes' Blatt gespielt. Jemand der in seiner Jugend nie gross in Kontakt kam mit Glauben oder Göttern, der wird auch keinen wirklichen Glauben entwickeln. Im prinzip hätte es nichts weiter bedarft als, dass sich etwas ereignet hätte, das Shakra dazu bewogen hätte einem oder mehreren Göttern zu folgen, nur geschah sowas nie. Oder vielleicht dass sie jemand bei der Hand genommen hätte diesbezüglich... geschah aber auch nie. Also blieb sie eigentlich in der Beziehung ein unbeschriebenes Blatt.

Naja gut ich muss zugeben mit Shak hatte man es nach ner weile nicht mehr einfach, denn sie wurde halt mit der Zeit eine ziemlich misstrauische Person, die nicht alles was ihr gesagt wurde gleich als bare Münze nahm, aber kann man ihr das verübeln? Schliesslich wurde sie mehrmals bedroht auch ma entführt etc. Nach solchen Erlebnissen ist man nicht mehr so naiv und geht mit dem erst besten der einem den Himmel auf Erden verspricht mit.

Also fehlte zum einen das entscheidende Ereignis/die entscheidende Person die Shak an die hand nam. Zum anderen war sie mit der zeit einfach zu abgebrüht.

Verfasst: 3. Jan 2006, 11:21
von Dhaos Sith'ke
Spiele zwar auch einen streng gläubigen Charakter (Druide) aber ich denke, dass mitunter eines der größten Probleme einfach die nicht nachweisbare Existenz der Götter war.

Wie Beliar schon gesagt hat, es ist einfach einen Gott zu verneinen, von dem man die Existenz bezweifelt (weil er zu wenig Unterstützung findet oder einfach nur vernachlässigt wird und man nicht wirklich integriert hat), als einen Gott der offenbart, dass es ihn gibt.
Ob jetzt mit Extrembeispielen, Klerikern oder Paladine sie seine Macht praktizieren ist ja egal.


Irgendwie gab es auch keinen wirklich maßgebenden Anreiz einen gläubigen Charakter (außerhalb der Rolle eines Klerikers/Priester, Paladin oder Druiden) zu spielen. Es war mehr oder weniger völlig egal.
Der Götter Guide war in der Hintergrundgeschichte verstrickt aber so wirklich im Weltbild war nichts zu sehen, keine wirklich aktiv geführte Kirche, die ihre Hand über die Welt gelegt hatte. Hier und da mal ein Drow verbrennenden Anhänger von Raziel, ein Morgoth Gläubiger der einfach nur Grimmig durch die Welt sieht, Extremisten die nicht davor zurück scheuten in aller Öffentlichkeit auf den Putz zu hauen – allerdings auch fast ohne Nachwirkungen.
Was wirklich Interessantes und Fundamentales war aber nicht dabei. Es fehlte einfach der Knackpunkt, der einem gesagt hatte…die Glaubensgemeinschaften sind aktiv geführt und Götterglaube ist allgegenwärtig und nicht nur ein schmucker Teil in der Hintergrundgeschichte, der aber dann im eigentlich Spielgeschehen kaum einen Einfluss auf die Welt hat.

Original geschrieben von Ex Urviech

Da es ja sowieso alle götter gibt, sollte man nicht fragen: "an wen glaubst du" denn das wär ja blödsinn. Man sollte eigentlich sowieso an alle glauben, nur eben zu dem beten, von dem man sich am meisten verspricht.
Exakt :).

Verfasst: 3. Jan 2006, 12:50
von Drakul
Muss sagen, dass ich mit meinem Menschenchar "Justine" auch nich göttergläubig war. Als normaler Handwerker und Jäger fehlte mir einfach die Ambition, einen Glauben aufzubauen.
Als Amazone Talia war das einfacher, da es da schon die Kultur dahinter gab und alles. Da gehört es einfach dazu und war auch kein Problem es mit dem RP des Chars zu verbinden.

Verfasst: 3. Jan 2006, 23:31
von Ex Urviech
@beli: schlag mich aber ich fand das allwöchendliche gemetzel mit marodierenden horden schwarzer bragispagelz in gotara immer recht angenehm, auch wenn ich immer einer der ersten war, die gekippt sind, aber son größeres engine Moschen einmal die Woche is doch cool ...

@götter und so: ich hab auch gern so etwas spielraum, so dass jeder char seinen eigenen (aber-)glauben neben den göttern haben kann, natürlich als seichte abwandlung des allgemeingültigen glaubens. So dass sich der eine vor gespenstern und kobolden fürchtet oder zu den geistern seiner ahnen betet.

Verfasst: 3. Jan 2006, 23:33
von Beliar
Nicht wirklich.
Nicht wenn du nen Stand hast, den Leuten immer während Markt einfällt dass sie nen Stand/Haus wollen, 20 Leute sich wegen irgendwas beklagen und an drei Ecken sich PvPgeile pügeln.

Wenn dazu noch nen Überfall durch Orken/DuE kommt, bist einfach nur noch fertig.
Da bist bereit dich selber in die Waffe zu stürzen.

Verfasst: 3. Jan 2006, 23:36
von Ex Urviech
aber genau das tun dunkelelfen doch, zuschlagen, wenns grad am ungünstigsten ist, und dann verschwinden als wär nix gewesen, der lloth gefällts.

und wenns nicht die drow sind, die kleine städte und dörfer plündern, dann sind es dreiste Räuberbanden... also ich fände es ohne ein bisschen engine action einfach öde ...

Verfasst: 3. Jan 2006, 23:38
von Beliar
Ex Urviech hat geschrieben:aber genau das tun dunkelelfen doch, zuschlagen, wenns grad am ungünstigsten ist, und dann verschwinden als wär nix gewesen, der lloth gefällts.

und wenns nicht die drow sind, die kleine städte und dörfer plündern, dann sind es dreiste Räuberbanden... also ich fände es ohne ein bisschen engine action einfach öde ...
Nein, das taten Freeshard Drow
DnD Drow haben sich wieder anders verhalten :p

Und ich sags noch mal:
Son bisschen Engine action is okey, aber nicht wenn die Spieler, denen sie diese Engine action "aufdrücken" sowieso im Stress sind, von vorne bis hinten.

Sowas ist einfach nur egoistisch und rücksichtslos.

Verfasst: 3. Jan 2006, 23:39
von Tabar
Vor allem ist diese Art von "Moscherei" sicherlich nicht im Interesse des gemeinsamen Spielens, des Zusammenspielens. Kämpfe sind durchaus akzeptabel, aber Kämpfe mit denen ein Projekt zerstört wird, an dem Spieler wochenlang arbeiten, um es verwirklichen zu können, sind einfach nur ekelerregend, denn nur für ihren Spaß schaden solche Spieler denen, die wirklich etwas bewirken wollen. Ihr solltet euch daher darauf einstellen, dass es dies mit Sicherheit nicht auf Ashkantra geben wird.

Verfasst: 4. Jan 2006, 07:22
von Sildran
wenn sogar angriffe von orcs, teufelsanbeter und dunkelelfen an der tagesordnung sind, dann gibts bei härteren quests nur müdes lachen, da es ja jede 3 tage fast um eine fast ganz vernichtete stadt geht.. da kann ich beliar verstehen, daß ihm das auf die dauer an die nieren geht.

so, ich versuch aber mal wieder zum maintopic zurückzuschwenken ;)

ich muss mal zugeben, daß ich mich als einer, der nie einen offensiv gläubigen char hatte (keiner mit der 'keule', wie oben erwähnt), natürlich auch selbst an die nase packen muss. wäre auch komisch gewesen, wenn mein streuner plötzlich den leuten über arazel berichten würde ;)
aber vielleicht hätte ich mich an so nen char wagen müssen. vergossene milch

jedoch hatte ich nie nen char, der dann irgendwem geantwortet hätte: es gibt keine götter.
das ist das befremdliche... daß es dann plötzlich so viele gab, die die schiene gefahren sind. da gehts noch nicht mal darum, daß man die götterguides nicht kennt. man merkte schnell normalerweise, wie das mit arazel und morgoth gemeint war.. aber auch nur, wenn man niemanden traf, der das gute alte "morgoth zum gruße" anwandte.. dann konnte man sich doch denken:
-huch, da stimmt was nicht? dachte, der sei böse? da blickt doch keiner durch! ich werd atheist!
auch ein grund, einen den noch keiner genannt hat, war also sicher auch die einstellung von bösen randgruppen (auch von den anderen bösen meist nicht gerne gesehen) ... sie waren zu normal und hatte irgendwie ne merkwürdige einstellung zu sowas.

Verfasst: 5. Jan 2006, 00:12
von Ex Urviech
Mein Char war auch Atheist, was nicht bedeutet dass ich nicht gern einen Gläubigen Char gespielt hätte. Aber irgendwie waren die Götternamen (ausser Lloth ;) ) auch so Bedeutungslos. Aus so diversen Forgotten Realms NwN Servern fällt es mir viel leichter einem gegner Maskes gichtige Finger an den Hals zu wünschen, oder Hammerschwingend und "Tempus"-Rufend in die schlacht zu stürzen. Dabei kann ich nichtmal mit sicherheit sagen, woran es liegt, dass mir die MI-Götter immer so hohl vorgekommen sind.

Vieleicht liegts ja auch daran, dass auch keiner der NSCs jemals den Namen eines Gottes in den Mund genommen hätte, obwohl sie ja schon übersetzt waren.

Dann haben natürlich die Forgotten Realms Götter den Vorteil, dass mit ihnen spannende abenteuer, strahlende Helden und finstere Schurken verknüpft sind.

Wenn man NwN spielt und Dort eine Quest von nem NPC bekommt, dann ist das oft ein Gläübiger priester oder paladin. Der spricht den Namen seines Gottes so oft, dass man ihn förmlich garnicht ignorieren kann.

Vieleicht bekommt man ja mehr Schwung ins Glaubens RP, wenn man dden Spielern einfach mehr gibt, womit sie spielen können. Also in jede Quest auch einige stark Gläübige und viel redende Charaktere einbauen. Oder eine Quest einfach garnicht losgehen lassen, bevor man nicht ein bisschen über götter geschwafelt hat.

Vieleicht sollten die Götter auch mehr Präsenz zeigen. So dass ein krieger, der Gutes Glaqubens-RP macht auch mal unauffällig von einem Staffie ein reactive Armor gezaubert bekommt, wenns in die Engine Phase geht, muss ja nix großes sein, aber verpackt in ein Nettes Emote is das sicher ein guter anreiz. Muss ja nicht ständig sein, aber wenn grad ein staffie daneben steht, und der meinung ist, er hätts verdient...

Verfasst: 9. Jan 2006, 02:09
von Kaladesh
nun ich kann wohl auch nicht behaupten einen atheistischen char gespielt zu haben, möchte meine meinung aber dennoch kundtun.

urviech trifft es eigentlich ganz richtig, daß gerade in zeiten des überganges von mi zu fl (und halt auch davor) die götter mehr oder weniger hohl waren. die guides auf der hp waren bestenfalls eine a4-seite. einsteigerfreundlich mag man meinen, weil es nich so viel war, was man lesen musste, aber andererseits kann auf so knappem raum kaum etwas derart komplexes wie eine religion darstellen. letztendlich waren die beschreibungen mehr als oberflächlich und liessen sich beinahe auf wenige worte reduzieren (morgoth böse, arazel gut, raziel wenn bekannt sowas wie nen "jähzorniger" arazel .. also gut aber haudrauf, lloth -> drow, moradin -> zwerge )
damit lässt sich nunmal wenig rp machen und irgendwie scherte sich auch keiner drum.
ein bissel anders wurde es sicherlich durch die odm für morgoth und den orden für arazel. als es diese gilden gab konnten diese den glauben gewissermaßen prägen. schlagt mich, aber von der odm habe ich eigentlich fast nur pvp im kopf und die "religion" um morgoth konnte sich weiterhin darauf beschränken als erklärung fürs böse-sein zu fungieren.
der orden war es letztendlich, der den glauben um arazel geprägt hat. in endlosen debatten im irc im rp-forum und sonstewo enstand damit zumindest für uns, die wir uns damit beschäftigten der inhalt der diese religion darstellen könnte. dieser war sicherlich nicht fest und hat sich auch immerwieder mal entwickelt und das schöne ist ja auch, daß es reichlich raum gegeben hätte um seine interpretation darin zu suchen. das wir als klerikaler orden die religion quasi mit der "keule" rüberbringen liegt in der natur der sache. punkt ist, daß es wohl kaum eine andere fraktion gab, die den arazelglauben vorlebte. daher blieb als bild für viele sicherlich jenes, welches der orden prägte, welcher aber nicht unbedingt eine auslegung für einen otto-normal gläubigen wäre. schliesslich wird er von mönchen, klerikern und rittern gelebt in einer schon recht fanatischen form. mir ist bewusst, daß wir des öfteren belächelt wurden mit unserem "blümchen-arazel", doch ist es schade, daß die leute sich nicht die mühe machen sich selbst mit der religion auseinanderzusetzen, sondern einfach dieses bild nehmen, und sagen "das ist arazel" ... das will ich nich, ist uncool. sicherlich gab es auch nicht zuletzt durch bauten wie die kirche immer wieder bezug zur christlichen religion, welches auch nicht unbedingt förderlich war.
langer rede kurzer sinn ... durch die entwicklung von mi zu fl mit nahezu nicht vorhandender götterwelt war religion nie ein thema, welches wirklich zur welt gehörte. erst vereinzelte gruppen und chars befassten sich damit, aber es gelang ihnen nicht dies in die umfassende weltgeschichte einzubringen.

ich stand schon immer auf dem standpunkt, daß götter einfach dazugehören und das es für die meisten charaktere sicherlich nur am rande eine bedeutung hat. atheismus in einer solchen fantasywelt ist jedoch absolut fehl am platze und sollte rein von der logik her vom rest der welt entweder als "wahnsinn" (im sinne von irre) oder ketzerei (im sinne von böse/dämonisch) angesehen werden.
dies wurde weder von der masse der spieler noch vom staff so durchgeführt und empfunden, ergo war die religion zum scheitern verurteilt.

wichtig wäre mir einfach, daß es einem jeden char bereits bei erstellung bewusst sein sollte, daß man mit betreten dieser fantasywelt die götter und religionen einfach mit in seine überlegungen mit aufnimmt, genauso wie etwaige verfeindungen von städten, diplomatische "beziehungen" zwischen den rassen oder den namen der wichtigsten npcs.
ich hoffe, daß dies vom staff immer wieder auch in dieser wichtigkeit deutlich gemacht wird und daß es genug leute gibt, die sich bewußt sind, daß die existenz der götter ihre religion nicht gleich festsetzt, sondern daß die religion um einen gott letzten endes nichts weiter als die interpretation seiner zeichen (die mehr oder weniger deutlich sein können) darstellt und es theoretisch ja sogar möglich wäre daß einer gottheit mehrere religionen mit gar widersprüchlichen auffassungen der selben zeichen möglich sind.
so entstehen, sofern gewollt genug möglichkeiten auf allein religionsbedingt ins rp zu kommen. wenn man will bis hin zu glaubenskriegen ;-)

eine vision, die aber viel verständnis eines jeden einzelnen spielers fordert und wie gesagt den staff dahingehend fordert dies auch in dieser wichtigkeit zu sagen. andernfalls werden die götter wie zuvor nichts anderes als nette geschichten sein, die mit dem täglichen rp nix zu tun haben.
ähnliches phänomen würde es ebenso bei den adligen npc geben ...
in diesem sinne
der mann mit der keule

Verfasst: 10. Jan 2006, 22:39
von Onkel Geri
Ich war immer jemand der Gläubige-Chars gespielt hat.
Vorallem Geri war sowas von gläubig. Neben dem Gold hat er natürlich aber auch an Arazel geglaubt, hehe.

Ich denke, um es mal ganz kurz zu machen, dass die Götter einfach zu wenig "integriert" worden sind und den Spielern von Anfang an in den Schädel gekloppt wurden.

Götter sind zwar da gewesen, aber da sich der Staff auch nix "böses" für ungläubige hat einfallen lassen, waren die meisten halt einfach ohne Glauben unterwegs.

Verfasst: 11. Jan 2006, 04:44
von Calandryll
ich sehe das so wie geri. wenn man keinerlei bonus davon hat, einen gläubigen char zu spielen (respektive mali durch nicht-glauben) geht man natürlich den weg des geringsten widerstandes.

aber ich hatte wenigstens ne rp begründung dafür :yaso:

Verfasst: 12. Jan 2006, 16:39
von Beliar
Götter werden *definitiv* mehr Präsenz zeigen und aktiv mitmischen.
Jedoch werden wir nicht die FR Götter übernehmen :P.
Allerdings kann ich sagen dass wir ein bisschen von diesen Inspiriert wurden, bzw. wie aktiv sie doch in den Realms sind.

U.a. wird es also auch Avatare von Göttern geben die hin und wieder mal auftauchen zu bestimmten Zeiten und Aktionen.
Sie werden ein Bestandteil der Welt sein und auch nicht mehr zu ignorieren.
Weitershin wird allgemein bekannt sein, dass Atheismus generell als Unterstützung Khathos gesehen wird, da allgemein bekannt ist, dass er die Götter ablehnt. Wer sich als Atheist outet muss also fürchten, dass man den Zorn der Anhänger der anderen Götter auf sich zieht. Selbst Markash und Shiraleth wollen den Götterglauben aufrecht erhalten. Der eine, weil er eben einer ist und es geniesst verehrt zu werden und die andere, weil sie zu nem echten Gott werden will.
D.h. selbst bei Orken und DuE wird man mit offenem Atheismus nicht auf Freunde stossen.
Die wird freuen, dass man nicht mehr an einen Gott glaubt der nicht der ihre ist, aber im selben Moment gilt man natürlich als eine Gefahr, da man wohl auch nicht an deren Götter glaubt.

@Kaladesh
Ich glaube, ihr kamt rüber wie mit dem "Vorschlaghammer" einfach deshalb, weil FL/MI selber ziemlich Atheistisch zu sein schien. Götter spielten in keiner Weise eine richtige Rolle. Dazu kam natürlich noch die Kirche und das Image das damit in Verbindung gebracht wurde.

Viele mögen die Kirche ja nicht mal im RL und da fällt es ihnen schwer sich für diese im RP einzusetzen.
Ein Punkt der auch mir wirklich zu schaffen gemacht hat.
Für mich war der Arazelglauben viel zu sehr dem Christlichen Glauben nachentwickelt.
Dass man eine *Kirche* hatte, half nicht wirklich weiter... ich persönlich hätte einen griechischen Tempelstil vorgezogen (und Bezeichnung des Platzes ALS Tempel, statt Kirche. Ankh und co taten ihr übriges zur Assoziation).

Wie auch erwähnt, sah Arazel ausserdem ein bisschen "blass" neben Raziel aus, der sich schon bald als Dominanter Gott der "guten" Krieger herausstellte, aber auch auf FL bald nicht mehr viele Anhänger vorzuweisen hatte.

Ich denke, hier wird wieder deutlich, dass es einem schwer fällt einen Glauben an etwas zu bewahren, oder einen Sinn im Glauben an Jemanden zu finden, wenn dieser nie zeigt, dass er auch wirklich existiert.

Das soll definitiv anders werden.
Spieler die ihren Glauben auch wirklich gut ausspielen werden schon bald erfahren, dass ihr "Gott" wirklich existiert und entsprechend werden diese besser in Quests eingebaut, von ihren Göttern in der einen oder anderen Weise beschenkt oder sogar in den Stand eines Paladines erhoben.

Auf die Möglichkeiten des Ausspielens des Götterglaubens
Ich denke, wir haben den Göttern mehr als nur eine Facette gegeben, was jedem helfen sollte sich in der einen oder anderen Art mit diesen zu Identifizieren. So kann ein Diener Khathos sicherlich dem Klischee folgen einfach nur ein Böser Char zu sein, aber auf der anderen Seite kann man auch versuchen dem Gott selber nachzueifern und die anderen Sterblichen zu korrumpieren und von ihrem Glauben selber abzubringen um sich dem seinen anzuschliessen.

Khathos kann immer Anhänger gebrauchen und je Unschuldiger und Reiner diese vorher waren, desto mehr geniesst er es sie in seiner Armee der Finsternis aufzunehmen.

Adalon selber hat drei verschiedene Wege, die seinen Dienern offen steht, und welche ein grosses Spektrum an Möglichkeiten von RP bieten.

Es sollte also leichter sein, sich einem bestimmten Gott anzuschliessen und auch diesem Treu zu folgen.

Das gesagt:
Je erfolgreicher ihr im Vertreten der Ziele und Wünsche eures Gottes seid, desto höher könnt ihr selber in seiner Hirarchie aufsteigen, bis er euch vielleicht eines Tages tatsächlich gegenüber steht.

Was sich natürlich ebenfalls auch in Titeln, RP Macht und Ansehen niederschlagen wird ;)

Verfasst: 12. Jan 2006, 22:26
von Ex Urviech
Beliar hat geschrieben: Viele mögen die Kirche ja nicht mal im RL und da fällt es ihnen schwer sich für diese im RP einzusetzen.
also die MI/FL götter hatten so etwas, bei uns in europa schon hundertmal durchgekautes, so einen mix aus griechisch/römischem und christlichem glauben, mit paar wohlklingenden namen, klar dass das keinen anhebt. Wie du sagst: mit der christlichen kirche können sowieso viele nix anfangen, und das römisch- griechische kann man schon wegen geschichte nicht mehr riechen.

wie wärs mal mit was keltischem oder japanischem? also besonders shintoismus finde ich persönlich ja sehr interessant.

Verfasst: 13. Jan 2006, 07:57
von Sildran
also wenn die götter von MI/FL IRGENDWAS mit römischen/griechischen göttern zu tun hatten, dann fress ich nen besen. das war erweiterer monotheismus
gott+ teufel+ nutzlos beiwerk
und jede rasse hatte ihren eigenen monotheismus: lloth, marakesh (oder wie hiess der orkiegott?), moradin, hekate,......

das problem ist auch oft, daß götter einfach nicht schwammig genug waren..
sie waren zu definiert in ihren aussagen, daß es sich, wenn man nicht 100%ig konform ging, gleich atheistisch sein musste, da kein ähnliches angebot vorlag.
griechische, ägyptische und andere polytheistische gottheiten sind nicht umsonst immer sehr vermenschlicht worden. ihre charaktere
deckten sehr viele aspekte ab.

ich hoffe, daß das sich hier auch geändert hat.
ishguram ist ja zum beispiel schon nichtmehr nur für zwerge zuständig, sondern hat für die nur n paar zusatzfunktionen zu bieten. wenn man früher als mensch von moradin geredet hat... dann haben einem die zwerge schon wieder die alkflasche an den kopf werfen wollen :?
und ein zwerg/elf/whatever, der mal was von wegen arazel erwähnt hätte, hat man nie getroffen.
auch ein problem damals...


hm.. was keltische götter angeht... mit den druiden sind imho schon fast genug keltenaspekte im spiel ;)
übrigens hatten keltische und griechische götter nicht wirklich große unterschiede... es gab naturgottheiten, ende (sonne[Helios], sturm[zeus], wasser[poseidon]... nur die wertigkeit ist ein wenig anders. [zB. die oberste gottheit ist oft in einem anderen gebiet, doch aber häufig bei sturm, erde und sonne])
glaub nicht, daß du viele polytheistische glaubensweisen findest, die sich so sehr unterscheiden von denen, die dir auch schon bekannt sind.
sogar hausgötter gab es früh bei den griechen... also im grunde auch nicht so sehr was anderes als ahnenglauben (vereinfacht gesprochen).. möglich sind nur götterglauben (poly&mono), geisterglauben, ahnenglauben oder... nunja, so viel bleibt da auch nicht. sagts mir, wenn sich in volk irgendetwas überlegt haben sollte, das darunter nicht einzuordnen geht

und shintoismus... im religionsunterricht wirste auch schon mal was davon gehört haben. und normalerweise wird das auch mehr als ausschöpfend behandelt dort. ist also auch keine unbekannte religion.
unendlich (ja, es werden immer mehr) viele gottheiten, die sich aus den ehemaligen erleuchteten menschen rekrutieren, dazu noch geister und ahnen..
wie du das IG darstellen willst...?! da ist jeder in der lage sich IG seine eigene götterwelt zu erschaffen und deswegen ist es für shardbedürftnisse ungeeignet.


insgesamt bleibt abschließend zu sagen, daß atheeismus in einer fantasywelt unüberlegt und unlogisch ist. ich wundere mich auch immer gern darüber, wenn ein shard die pforten öffnen will und "wir haben keinen ausgearbeiten glauben" ins konzept schreibt :roll:


p.s. dies post soll selbstverständlich keine heutzutage praktizierte und/oder auch nichtmehr praktizierte religion abwertend behandeln. es soll nur die möglichkeiten dieser religionen für die umsetzung IG aufzeigen. ich hoffe, es fühlt sich niemand auf den schlips getreten

Verfasst: 13. Jan 2006, 12:14
von Anthalan
Was auf MI/FL versäumt wurde, war meiner Meinung nach eine überaus mächtige Fraktion des obersten Gottes. In diesem Fall Adalon.
Das heisst, die Hauptstadt des Reiches sollte zumindest nach aussen hin streng Adalontreu sein. Zwar werden andere Götter respektiert/geduldet. (Khatos o.ä gehören natürlich nicht dazu und müssen sich bei Betreten der Hauptstadt dementsprechend demaskieren und zurückhalten) aber Adalon muss eben von vorneherein den stärksten Glaubensanteil einnehmen.
Wer sich dann noch als Atheist äussert hat ein Problem und das mit recht. Adalon sollte nicht als Glaubensdiktatur verstanden werden, aber ich würde mir schon ein wenig mehr Mittelalterflair wünschen, dass Ungläubige (in diesem Fall Khatosanhänger und Co.) stärker und vorallem härter verfolgt.
Es sollte daher nicht nur eine einfache Gilde geben, die repräsenttativ für Adalon eintritt sondern eine strukturierte (vor Shardbeginn integrierte, z.B unter Markus von der Nebelhöhe) Adalon-Streitmacht die mit den höchsten Einfluss in der Hauptstadt besitzt.
Ich will keine Inquisition, aber der Grundgedanke dahinter sollte das Ziel sein um Atheismus weitgehend einzudämmen.

Verfasst: 14. Jan 2006, 11:12
von Estelle Fulgar
Für mich stellt es ein Problem dar, dass ich mit meinem Charakter nun einen Götterglauben annehmen muss - ansonsten werde ich von allen als "Befürworter des Bösens" angesehen.

Ich bin Christ und auch wenn es nur eine Onlinewelt ist, empfinde ich das anbeten eines virtuellen Gottes als unpassend für mich. Ich find es ist eine Art Verleugnung meines realen Glaubens. Und nun stecke ich in einem Zwiespalt (auch wenn es für einige vielleicht nicht nachvollziehbar ist): ich würde gerne weiterhin UO spielen, jedoch will und kann ich diesen Götterglauben nicht ausspielen.

Was nun? In welchen Situationen ist der Götterglaube am ehesten gefordert, bei Quests, auch im normalen "Alltagsgespräch", wo, wann? Gibt es die Möglichkeit, kein exessives "Gott xy hat mir jenes beschert und dafür opfere ich ihm jetzt was/bete ihn an" zu spielen? Ich wende mich bei der Frage vor allem an die Leute, die sich das Göttersystem auf Ashkantra ausgedacht haben.

mfG

Verfasst: 14. Jan 2006, 11:23
von Ex Urviech
ich könnte mir auch die möglichkeit vorstellen, einfach pauschal "zu den Göttern" zu beten (also einfach allgemein "götter" und völlig namenlos), oder wenn nicht beten, so vieleicht die götter zu bitten oder sowas. Das wäre dann ein kompromiss. Ich weiß ja nicht, inwieweit du dich an das Gebot hälst. Zumal Ultima Online ein spiel ist, und somit nicht du, sondern dein Charakter, den du spielst an die götter glaubt. Somit denke ich, dass das durchaus mit der Bibel vereinbar ist.

Denn wenn man sich so strikt daran halten würde, dann dürfte ein guter christ, der schauspieler ist, nicht prometheus vortragen, da in diesem fall der dargestellte "gespielte" charakter nunmal zeus anruft. beziehungsweise "euch Götter". Genauso auch Theaterstücke, oder Operetten. Die sind lediglich Spiel, genau wie UO

Verfasst: 14. Jan 2006, 11:32
von Kaladesh
qestelle:
ohne dir zu nahe treten zu wollen, denke ich, daß es hier letzten endes um rp geht. du spielst ja letztendlich deinen char und wenn er ein böser bist, heißt das ja nicht, daß du im rl auch gleich ein böser ist. und du bist es ja nicht, der da jetzt einen virtuellen gott anbetet, sondern es gehört ja eigentlich zur rolle deines chars.
weiterhin ist es auch gerade fürs rollenspiel ein unterschied, ob ich zwar die existenz der götter im spiel akzeptiere, auch wenn ich nicht super ausgeprägt zu ihnen bete, oder ob ich behaupte sie würden nicht existieren, selbst wenn ich neben mir ein wunder sehen würde...

ich weiß nicht ob du mal in der schule oder sonstewo theater gespielt hast oder in irgendeiner form eine rolle übernehmen musstest. wenn dir dort die rolle eben vorgibt einen pakt mit dem teufel einzugehen (faust ...) so ist dies doch ebenso "nur" schauspielerei. so sehe ich das jedenfalls und auch wenn ich selbst kein christ bin habe ich mich nicht zuletzt auch aufgrund vieler bekannten, die christen sind damit auseinander gesetzt. eine diskussion hierrüber ist hier wohl nicht am richtigen platz, jedoch wollte ich die gelegenheit nutzen und dies hier kurz anbringen.

und gerade du als christ solltest doch auch wissen, daß glauben nicht gleichbedeutend ist mit "gott xy hat mir jenes beschert und dafür opfere ich ihm jetzt was/bete ihn an"


@sildran:
erweiterter monotheismus? ... meinetwegen auf mi, wobei da kaum überhaupt von ausgearbeitetem glauben sprechen konnte.
auf fl gab es bestrebungen das zu ändern, was nicht immer ideal umgesetzt war und da es schwierig ist mal eben den glauben in eine welt zu integrieren, als wär er immer da gewesen und sicher auch in ermangelung von leuten, die sich dafür begeistern konnten und sich damit beschäftigt haben, wurden meiner meinung nach die potentiale der ideen nicht genutzt, ja größtenteils nicht einmal erkannt. aber auch diese diskussion bringt uns an dieser stelle wenig.
wichtig finde ich deine meinung, daß die götter nicht schwammig genug waren und muss da entschieden widersprechen. genau genommen waren die götter als solche viel zu schwammig. am beispiel arazel lässt sich das ganz gut nachvollziehen... die form die gegen ende von fl als arazel bekannt war war zugegebener maßen fester definiert, aber nicht weil sie vom staff so vorgegeben wurde, sondern weil wir als orden uns darum bemüht haben das schwammige für uns in eine festere form zu bringen.
wir hatten dabei nicht den anspruch die arazelreligion damit für jeden so festzulegen, denn schliesslich lag es in unserem konzept als klerikaler ritterorden nunmal begründet, daß unser glauben sicherlich extremer ausgeprägt sein musste als es beispielsweise bei einem händler in der stadt der fall wäre.
das letztere keinen zugang zum glauben gefunden haben liegt und lag meiner meinung nach einfach daran, daß sie sich nie die zeit genommen haben um sich damit auseinanderzusetzen, denn wie oben erwähnt ist religion meiner meinung nach letzten endes eine interpretation einzelner gruppen.
und wenn sich die leute nicht damit auseinander setzen und das einzige was man von arazel damals sehen konnte der orden war, dann ist meiner meinung nach eben jene schwammige beschreibung von arazel auf der hp von mi und fl schuld daran, daß in kombination mit der faulheit sich damit auseinanderzusetzen, der glaube für "normal-bürger" auf der strecke blieb.
der staff hat es wohl versäumt auch hier zu arbeiten und eben jenes bild zumindest etwas definierter darzubieten wonach sich alle orientieren könnten, wenn sie sich schon nicht damit auseinandersetzen wollen um ihre "eigene" interpretation zu finden.

wenn du interesse hast können wir gerne am beispiel arazel durchdiskutieren, wie viele aspekte allein dieser glaube abdecken kann, wenn man es denn will. glaub mir gerade darüber haben wir im orden tagelang mit diskussionen zugebracht.

Verfasst: 14. Jan 2006, 12:38
von Ex Urviech
ich fand den orden gut. wenn mein char schon keinem gott gefolgt ist, so hatte er doch unter den anhängern der götter in der welt wenigstens ein feindbild :)

Verfasst: 14. Jan 2006, 18:51
von Sildran
nunja, kala..
auf FL waren es im grunde die gleichen götter wie auf MI. auch mit fast den gleichen guides. zur mitte hin wurde versucht da noch ein paar götter einzufügen und andere zu verändern. so war der magiergott kein böses wesen wie im MI-guide, sondern ein dreigeteiltes wesen mit bös, gut, neutral.. irgendwie nicht so knorke imho. jedoch war diese erweiterung der götterwelt ein guter schritt imho. wurde merkwürdigerweise als fehlschlag angesehen (wohl, weil keiner dann plötzlich mit nem götterglauben angefangen hat, als das angebot größer war)

warum monotheismus? weil bei den spielern die meinung herrschte: "such dir einen aus und leb damit.." es gab keine überschneidungen und kaum einer der götter war irgendwie tauglich fürs alltägliche leben. sie hatten alle so ne spezialistenrolle. und selbst in diese spezialistenrolle konnte man kaum alle einsortieren. und die, ie sich nicht einsortieren liessen, waren dann gottlose...
deswegen auch: nicht schwammig genug!
einfach, weil zum beispiel raziel und arazel.. ihre eigenschafteen waren der kampf gegen das böse.. wenn du nicht vorrangig gegen das böse kämpfst, dann sind die götter nicht geeignet für dich. hinweise auf "arazel ist haupreligion" helfen da auch nichts leider
auch das mit dem kampf gegen das böse wurde vom Orden natürlich als die härtesten arazeliten geprägt. nur leider wart ihr, wenn man euch traf die einzigen arazeliten und schon sah man: arazel ist also fanatistenreligion. diese annahme war natürlich ein fehler und der vorwurf gilt wohl eher da uns allen (auch mir), die wir euch als einzige arazeliten ziemlich in der ecke stehen haben lassen und so zu diesem "arazel nur fanatiker"-bild beitrugen.
nächste beispiele:

kathos -magie
du konntest zwar als magier dann sogar in 3 gesinnungen an ihn glauben.. aber es gab weniger kathos-magier, als man denkt. ich sah niemals einen, der auch nur ansatzweise mal gesagt hat: meine macht gibt mir kathos. es hätte die magier ihrer individualität beraubt und sie und ihre macht, die ja ihnen (!!) innewohnte nur zu ner art "kathospriester" degradiert....
vergessen wir aber die hauptklienten von kathos und wenden uns den normalen menschen zu. öhm.. warum sollte da einer zu ihm beten? nichtmal als hauptglaube, nein.. warum sollte irgendwer irgendwann aus irgendeinem grund in einen kathostempel gehen?

kor- der kriegsgott?! hatte keine anhänger, da das alle irre psychos sein mussten, damit sie so einem folgen können. zu verworrenes Rp und zu sehr PK, als daß ein nicht-questchar das lange durchziehen hätte können. außerdem noch ein böser dämon.. geh doch als krieger in einen der nicht-existenten tempel und bet zu ihm..
...geht net

das gleiche kannste auf alle anderen götter anwenden im grunde. die haben nen hauptklienten und durch die spezialisierung dieser gottheit gabs für die anderen keinen grund, dem mal zu huldigen.

genau das meine ich mit: nicht schwammig genug.

Verfasst: 14. Jan 2006, 19:13
von Kaladesh
richtig ist, daß auf fl die götter denen von mi eigentlich fast gleich waren ja sogar die guides. aber ich sage nochmal, daß der guide allein von arazel so schwammig war, daß man locker was allgemeines für otto-normal bürger hätte ableiten können, wenn man denn wollte. Das was wir im Orden gespielt haben war nicht allein das was im Guide stand, sondern das was wir draus gemacht haben.
Arazel allein war auch nicht im Hauptatribut "kampf gegen das böse" und damit für die die nicht gegen das böse kämpfen wollen unbrauchbar. Man könnte sich seinen glauben an arazel genausogut um die prämisse des "schöpfers der menschen" bauen können in dem man ihm allein dafür in seinen glauben miteinbindet in dem man ihm allein der schöpfung dankt. oder der gedanke des mitleids und der vergebung etc ... da wäre viel mehr drin gewesen, nur waren das halt nicht die richtungen, die wir mit dem orden hätten prägen können, auch wenn wir natürlich versuchten sie zu predigen.
und wenn die spieler sagen "such dir einen aus und leb damit" dann ist das schade, denn ich bin der meinung gerade die änderungen die vorgenommen wurden haben genau dem entgegenwirken sollen und man hätte, abermals ernsthaftes interesse beim spieler vorrausgesetzt, sich in eine polytheistische götterwelt einleben können, gerade weil es für die verschiedensten lebensbereiche auch verschiedene götter gab.
vermutlich ist es aber auch schwer als europäer, deren kultur einfach monotheistisch geprägt ist, sich eben jenen glauben an mehrere götter gleichzeitig ohne, daß man den einen besser fände als den anderen, vorstellen zu können, geschweige denn ihn umzusetzen. und wenn es vereinzelte leute gab, die dazu in der lage waren und dies auch gewollt hätten, so wären sie dennoch im allgemeinen gottlosen brei untergegangen.
letzterer ist meiner meinung nach noch immer auf die ursache zurückzuführen, daß es den spielern einfach nicht bewußt genug gemacht wurde, daß sie einfach teil der welt sind.
ob dies nun durch rp-quests, guides, regeln oder sonstewas hätte geschehen müssen oder können will ich an dieser stelle aber nicht unbedingt diskutieren, weil das wohl ansichtssache ist und auch von jedem anders aufgefasst wird.
hinzu kommt auch die allgemeine bereitschaft sich mit göttern und religionen auseinanderzusetzen, welche ich auf fl immer vermisst habe und mir wünsche, daß sie insbesondere weil die götter für ash wirklich ansehnlich und mit viel liebe zum detail geschaffen wurden, eben nun für ash vorhanden sein mag.

Verfasst: 20. Jan 2006, 12:11
von Sildran
nunja, kala

Das was wir im Orden gespielt haben war nicht allein das was im Guide stand, sondern das was wir draus gemacht haben.
aber trotzdem im guide war der 3 wege-arazel.
1: dem bösen mit vergebung, liebe, gnade usw begegnen (mitleid&vergebungs-aspekt aus deinem post)
2: dem bösen mit vernunft und worten gegenübertreten (llonio tat das wohl recht gerne ;))
3: dem bösen mit dem schwert eines über die rübe haun

das sind 3 wege das böse zu bekämpfen.. "kampf gegen das böse". es wurde NATÜRLICH erwähnt, daß arazel menschenschöpfer ist, klar..
aber der schöpfungsaspekt wird bei der bibel auch erwähnt? und? denkst du, die mehrheit der mitteleuropäer würden dazu irgendwas sagen außer: evolution, urknall usw
und da arazel dem uns bekannten christlichen gott in manchen aspekten teilweise so nahe auf den leib geschrieben wurde, wurde er noch umso mehr abgelehnt, da viele eben auch RL auch gerne mal als atheisten auftreten und das dann nach IG übertrugen. so ist das eben, wenn man einen "gott des guten" hat im guide

und wenn der orden mehr als den guide ausspielte, dann kannten die anderen spieler eben doch nur den guide und da deckte es ihnen scheinbar nicht genug ab, daß sie damit 100% übereinstimmen und somit sich dem IG-glauben anschließen konnten mit ihrem char. deswegen: schwammiger deckt mehr ab

und du siehtst, wenn du genau hinsiehst, im grunde größtenteils monotheistische posts.. auch schon für ash. brauchst du beispiele?
(ich bin) harlgläubig (...)
das klingt immer so "die anderen götter? kenn ich nicht"
muss eine hexe siridia anbeten? oder ist die wahl der gottheit frei?
sorry an alle, deren posts ich verwende. gibt mehr beispiele, wollte aber eher neuere. auch wenn die nicht so gemeint sind, wie ich sie hier verwende, denke ich dennoch schon, daß die wirkung dieser posts auf die anderen leute schon relativ eindeutig ist. und nur darauf kommt es an

und auch wenn oft gesagt wird: ihr seid IG "alles"-gläubig, betet aber nur die häufig an, die euren char in seinem charakter unterstützen und welche euch am besten zu gesicht stehen in den verschiedenen situationen (polytheismus).. die meisten werden doch nicht "alles"-gläubigkeit spielen, sondern sich HÖCHSTENS ein "ich bin ???gläubig" auf die fahne klatschen und somit wird auch ohne zweifel das "such dir einen aus und leb damit.."-syndrom und das damit einhergehende "ich find nichts 100%ig passendes und werde somit nichts anbeten"-syndrom auftreten. lässt sich leider kaum verhindern

Verfasst: 20. Jan 2006, 13:48
von Kaladesh
Sildran hat geschrieben:aber trotzdem im guide war der 3 wege-arazel.
1: dem bösen mit vergebung, liebe, gnade usw begegnen (mitleid&vergebungs-aspekt aus deinem post)
2: dem bösen mit vernunft und worten gegenübertreten (llonio tat das wohl recht gerne ;))
3: dem bösen mit dem schwert eines über die rübe haun

das sind 3 wege das böse zu bekämpfen.. "kampf gegen das böse".
jo .. unabhängig davon, daß das "böse" auch immer im auge des betrachters liegt.
Unabhängig davon stimme ich dir selbstverständlich zu, daß der guide alles andere als super ausgearbeitet war. dies mag vielleicht ein problem dahingehend darstellen, wenn man sich nicht die zeit nehmen will sich damit zu beschäftigen.
aber je weiter du etwas ausarbeitest, desto definierter sollte es im normalfalle werden und damit weniger schwammig.
und wie gesagt mit ausreichen eigeninitiative waren die guides von mi und fl so dermaßen schwammig, daß es in meinen augen sogar viel zu uneindeutig war.
ich bin immernoch der ansicht, daß es nicht geholfen hätte das noch schwammiger zu machen, denn dann hätte man sich ja noch mehr gedanken zu machen müssen. im extremfall von schwammig steht im guide "Gottheit XY ist ein Gott..." das ist dann dermaßen schwammig daß du damit garnix anfangen kannst. sollte das jemanden ermutigen jetzt dazu zu stehen "hey ja ich glaube an gott xy" ? ich glaube nein, denn was hätte er denn antworten sollen, wenn ihn jemand fragt "und warum?"
hier konnten die guides wenigstens ungefähr ne richtung geben, auch wenn sie wich bereits gesagt habe sicher nicht das gelbe vom ei waren. hilfreich wäre einzig und allein gewesen, den guide auch für "normalbürger" darzulegen, also ein beispiel anzuführen, wie ein handwerker oder ein normaler bürger denn seinen glauben ausleben würde. aber wenn man bedenkt aus welche zeit die guides stammten und man damals es mit dem rp-anspruch nicht so dolle hatte wie es dann nach und nach zunahm, dann ist das nicht verwunderlich, konnte man sich ja nicht vorstellen, daß mal einer kein held sein wollte sondern nur ein normaler char, der halt irgendwie nicht am großen kampf gegen das ultimative böse interessiert ist ... wie langweilig [ironie aus]
Sildran hat geschrieben:es wurde NATÜRLICH erwähnt, daß arazel menschenschöpfer ist, klar..
ursprünglich nicht nur schöpfer der menschen, sondern eigentlich von wesentlich mehr als nur den menschen ... aber egal
Sildran hat geschrieben:aber der schöpfungsaspekt wird bei der bibel auch erwähnt?
sicher, so wie bei nahezu jeder monotheistischen religion. selbst im polytheistischem bereich wirst du den schöpferischen aspekt wiederfinden, damit aber nun ausgerechnet und nur das christentum in verbindung zu bringen ist einerseits verständlich, da dies hier in mitteleuropa wohl am weitesten verbreitet ist, andererseits auch bedauerlich, daß einem wenn es um religon, gott und schöpfung geht, nicht mehr einfällt und dieser erste gedanke scheinbar bereits reicht um ausreichend ablehnung zu erzeugen. ich wage mal zu behaupten, daß die mehrheit dieser leute ihre ablehnung in einer vernünftigen diskussion nicht sachlich plausibel darlegen können, aber das ist wohl ein anderes thema-
Sildran hat geschrieben:und? denkst du, die mehrheit der mitteleuropäer würden dazu irgendwas sagen außer: evolution, urknall usw
sicher, aber ist der derzeitige mitteleuropäer um längen "aufgeklärter", als ein charakter auf mi oder fl, wo götter zumindest dem konzept nach allgemein annerkannt existen waren.
hier abermals nicht zwischen der eigenen einstellung und dem char trennen zu können ist wohl weniger dem konzept anzulasten, als dem mangelnden rollenspielverständnis der einzelnen POs.
Sildran hat geschrieben:und da arazel dem uns bekannten christlichen gott in manchen aspekten teilweise so nahe auf den leib geschrieben wurde,
was einerseits richtig ist, aber auch verständlich, wenn man sich die entstehungsgeschichte der damaligen götter ansieht. andererseits hat er aber mindestens genauso viel ähnlichkeit mit anderen göttern und religionen, welche aber dem durchschnittlichen mitteleuropäer halt nicht so geläufig sind, woraus er wohlmöglich fälschlicherweise schätzt, daß arazel~gott (im christlichen sinne) darstellen soll.
Sildran hat geschrieben:wurde er noch umso mehr abgelehnt, da viele eben auch RL auch gerne mal als atheisten auftreten
was richtig sein mag und dennoch bin ich auf dem standpunkt, daß die wenigsten überhaupt wissen, was atheismus eigentlich bedeutet und noch weniger sachlich begründen können, warum sie "atheistisch" sind oder auch nur was beispielsweise die christliche religion ausmacht. aber das ist immernoch ein anderes thema und hat mit richtigem rp ... also auch der trennung des rp vom eigenen rl und der eigenen person, wenig zu tun.
Sildran hat geschrieben:und das dann nach IG übertrugen.
was in meinen augen einfach mangelhaftes rp ist :twisted:
stichwort trennung rl/rp
Sildran hat geschrieben:so ist das eben, wenn man einen "gott des guten" hat im guide
noch immer ist ein gott des guten nicht gleichbedeutend mit dem gott der christlichen religion. nahezu jede religion nimmt für sich in anspruch einen gott des guten zu haben. und ist gut letztendlich nicht auch eine definitionssache und kommt auf den standpunkt an. man kann ja sogar unter dem mantel des guten, schlechtes vollbringen, soll es doch tatsächlich geben. ich behaupte sogar, daß leute die davon überzeugt sind in ihren augen was gutes zu tun, oftmals etwas tun, was von einer mehrzahl andere als "böse" angesehen wird :-)
Sildran hat geschrieben:und wenn der orden mehr als den guide ausspielte, dann kannten die anderen spieler eben doch nur den guide
naja was heißt hier "mehr als den guide" ?
wir haben den schwammigen guide in für uns genauer definierte bahnen gelenkt und damit unsere eigene interpretation gefunden, welche sicher nicht den ganzen guide abdeckte, aber immer mit den grundsätzlichen aspekten konform ging.
Sildran hat geschrieben:und da deckte es ihnen scheinbar nicht genug ab, daß sie damit 100% übereinstimmen und somit sich dem IG-glauben anschließen konnten mit ihrem char.
irrtum ... es deckte nur nicht präzise genug ab, sondern verlangte, daß man sich selbst zurechtstutzen musste, was genau die 100% für den eigenen char sind, die ja wohl bei jedem irgendwie anders sind, aber deshalb noch lange nicht jeder seinen eigenen gott haben kann.
Sildran hat geschrieben:deswegen: schwammiger deckt mehr ab
eben nicht ... deswegen: präziser wäre hilfreicher, weil sich otto-normalchar weniger gedanken machen müsste und sich weniger auseinandersetzen müsste mit der materie ... zwar schade, aber für faule POs dennoch hilfreich :p
Sildran hat geschrieben:und du siehtst, wenn du genau hinsiehst, im grunde größtenteils monotheistische posts.. auch schon für ash.
das bestreite ich nicht, hab ich auch nie, und find das genauso schade. ist es aber meine aufgabe da aufklärung zu betreiben?
liegt es letztendlich nicht wieder an der faulheit der leute, sich mit dem thema auseinanderzusetzen, was das eigentlich genau bedeutet?
Sildran hat geschrieben:brauchst du beispiele?
neine ;) ich hab sie selber gelesen und den kopf geschüttelt, aber verwundert haben sie mich nach den erfahrungen hinsichtlich göttern und religion auf mi und fl nicht !
Sildran hat geschrieben:
(ich bin) harlgläubig (...)
das klingt immer so "die anderen götter? kenn ich nicht"
muss eine hexe siridia anbeten? oder ist die wahl der gottheit frei?
sorry an alle, deren posts ich verwende. gibt mehr beispiele, wollte aber eher neuere. auch wenn die nicht so gemeint sind, wie ich sie hier verwende, denke ich dennoch schon, daß die wirkung dieser posts auf die anderen leute schon relativ eindeutig ist. und nur darauf kommt es an

und auch wenn oft gesagt wird: ihr seid IG "alles"-gläubig, betet aber nur die häufig an, die euren char in seinem charakter unterstützen und welche euch am besten zu gesicht stehen in den verschiedenen situationen (polytheismus).. die meisten werden doch nicht "alles"-gläubigkeit spielen, sondern sich HÖCHSTENS ein "ich bin ???gläubig" auf die fahne klatschen und somit wird auch ohne zweifel das "such dir einen aus und leb damit.."-syndrom und das damit einhergehende "ich find nichts 100%ig passendes und werde somit nichts anbeten"-syndrom auftreten. lässt sich leider kaum verhindern
stimme dir da zu und finde das halt genauso schade. auch hier ist die aufgabe eines jeden einzelnen, sich damit zu beschäftigen, genauso wie es aufgabe des staffes ist, die dringlichkeit dessen herauszustellen, um eben besagtes syndrom möglichst zu minimieren.