Die letzte Aufgabe
Verfasst: 8. Aug 2005, 13:05
Auszüge aus den Tagebucheinträgen von Jana Durin:
1. Eintrag
Sie sind alle fort. Das Schiff hat abgesetzt und ist auf den Weg nach Ashkantra. Ob es weise war diesen Schritt zu unternehmen? Siridia hatte es uns gezeigt und wir nahmen die Chance wahr. Trotz allem überkommen mich immer wieder die Zweifel, ob dort in diesem fremden Land etwas anderes von Statten kommt. Frei von den Fesseln der Verhüllung … Stolz und Ehre, das alles würde uns dort erwarten. Eine Welt in der wir nicht versteckt leben. Ob es am Ende wirklich so kommt? Ich weiß es nicht aber ich erhoffe es mir, doch muss ich mich auf das mir vorliegende konzentrieren. Meine Reise ist noch nicht beendet … doch bevor ich nach Fellucia aufbreche will ich zurückkehren, und nach ihr suchen. Ich könnte ihre Kraft in dieser schweren Zeit brauchen.
2. Eintrag
Ich bin nun eine lange Zeit gewandert und angekommen. Doch das Haus steht leer, sie ist weg. Ich muss mir eingestehen, dass mich das härter trifft als ich anfangs gedacht hatte, ich habe die nahe Umgebung abgesucht, doch es ist keinerlei Spur von Sena zu finden. Ich hatte mir ihre Begleitung sehr erhofft, sie ist die einzige Person in diesem Land, dem ich wirklich noch Vertrauen schenken kann, doch es hilft nichts. Ich werde wohl oder übel alleine aufbrechen, doch erst werde ich rasten. Mein Körper fühlt sich matt und schwer an, nach einem guten Mahl wird sich das hoffentlich ändern.
3. Eintrag
Der Schlaf und das gute Essen gestern haben mir wenig gebracht. Ich fühle mich immer noch ausgelaugt und mein Kopf schmerzt mir. Es kommt mir so vor als würde ich die Welt aus einem Schleier heraus betrachten. Gegen Mittag brach ich auf, ein ganzes Stück Fußweg liegt immer noch vor mir und die Nacht ist mittlerweile hereingebrochen. Mir ist kalt und mein Körper zittert erbärmlich, trotz der warmen Robe. Die Kälte kommt jedoch auch nicht von den Temperaturen hier, sie kommt von Innen. Ich habe erst nachgedacht weiterzureisen und Fellucia heute noch zu erreichen, aber es wäre nicht klug. Die Chance sich in den Wäldern zu verlaufen wäre zu groß. Ich werde mich hinlegen.
*ein kleiner Nachtrag*
Ich fühle mich so kraftlos, dass ich kaum in der Lage bin wirkliche Magie zu wirken, wie ich vorher feststellen durfte. Was auch immer mit mir los ist, es möge von mir fallen wenn ich Fellucia erreicht habe.
4. Eintrag
Gestern Nacht suchten mich Träume heim, Bilder von all dem ganzen Leid welches mir bereits vor die Augen kam. Bilder meiner Geschwister und meiner Freunde, verzerrte Bilder die Qualen ausstrahlten. Will Siridia mich nun quälen nachdem ich die Aufgabe vollbracht habe die sie mir stellte? Ich denke nicht, dass sie es ist die mir all dies schickte aber es ist seltsam. Gegen frühen Nachmittag erreichte ich endlich Fellucia. Der Anblick war immer noch wie beim ersten mal. Die verbrannten Häuser, die zerfetzten Mauern, all die Dinge die von dem Unglück damals zeugen. Doch trotz allem, hatte ich etwas zu erledigen. Als ich den noch vollkommen verschonten Ritualsplatz betrat, spürte ich es bereits, immer noch war die ganze pure Magie in ihm geballt. Es dauerte mehrere Stunden ehe ich den Ritualskreis endgültig schließen konnte, auf dass dieser Ort endlich seine Ruhe finden würde.
Es ist bereits spät und ich werde heute noch in Fellucia nächtigen.
5. Eintrag
Ich fühle mich elendig. Mein ganzer Körper ist schwer wie ein Stein, meine Beine sind müde und mein Kopf schmerzt mir stark. An die gestrige Nacht kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß, dass ich gewimmert habe und weinend aufgewacht bin. Ich kam mir in diesen einen Moment so einsam vor, wie noch nie. Ich habe im Schlaf immer die Namen der anderen geflüstert … ich komme mir im Nachhinein lächerlich vor, aber es war mir so als würde es mir wenigstens etwas Trost spenden.
Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Jetzt wo alles erledigt ist, kann ich mich aufmachen ihnen allen zu folgen. Dabei habe ich mich gestern das erste mal mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass mir diese Aufgabe zuteil wurde. Vielleicht ist dies alles mehr als nur eine Aufgabe. Vielleicht ist dies die Weisung in eine neue Richtung. Aber egal was dies ist, ich werde in diesem neuen Land meine Geschwister beschützen, koste es was es wolle und sei der Preis noch so hoch.
8. Eintrag
Ich nähere mich der nächsten Hafenstadt. Ich habe seit Tagen nicht geschlafen. Ohne meinen Wanderstock könnte ich keinen Schritt mehr tätigen. Fühle mich leer und ausgelaugt. Wie es wohl den anderen geht?
Bin müde und muss schlafen. Ich will aber nicht schlafen, ich werde nur wieder von ihnen träumen und von den Bildern. *der Eintrag endet hier vorläufig*
1. Eintrag
Sie sind alle fort. Das Schiff hat abgesetzt und ist auf den Weg nach Ashkantra. Ob es weise war diesen Schritt zu unternehmen? Siridia hatte es uns gezeigt und wir nahmen die Chance wahr. Trotz allem überkommen mich immer wieder die Zweifel, ob dort in diesem fremden Land etwas anderes von Statten kommt. Frei von den Fesseln der Verhüllung … Stolz und Ehre, das alles würde uns dort erwarten. Eine Welt in der wir nicht versteckt leben. Ob es am Ende wirklich so kommt? Ich weiß es nicht aber ich erhoffe es mir, doch muss ich mich auf das mir vorliegende konzentrieren. Meine Reise ist noch nicht beendet … doch bevor ich nach Fellucia aufbreche will ich zurückkehren, und nach ihr suchen. Ich könnte ihre Kraft in dieser schweren Zeit brauchen.
2. Eintrag
Ich bin nun eine lange Zeit gewandert und angekommen. Doch das Haus steht leer, sie ist weg. Ich muss mir eingestehen, dass mich das härter trifft als ich anfangs gedacht hatte, ich habe die nahe Umgebung abgesucht, doch es ist keinerlei Spur von Sena zu finden. Ich hatte mir ihre Begleitung sehr erhofft, sie ist die einzige Person in diesem Land, dem ich wirklich noch Vertrauen schenken kann, doch es hilft nichts. Ich werde wohl oder übel alleine aufbrechen, doch erst werde ich rasten. Mein Körper fühlt sich matt und schwer an, nach einem guten Mahl wird sich das hoffentlich ändern.
3. Eintrag
Der Schlaf und das gute Essen gestern haben mir wenig gebracht. Ich fühle mich immer noch ausgelaugt und mein Kopf schmerzt mir. Es kommt mir so vor als würde ich die Welt aus einem Schleier heraus betrachten. Gegen Mittag brach ich auf, ein ganzes Stück Fußweg liegt immer noch vor mir und die Nacht ist mittlerweile hereingebrochen. Mir ist kalt und mein Körper zittert erbärmlich, trotz der warmen Robe. Die Kälte kommt jedoch auch nicht von den Temperaturen hier, sie kommt von Innen. Ich habe erst nachgedacht weiterzureisen und Fellucia heute noch zu erreichen, aber es wäre nicht klug. Die Chance sich in den Wäldern zu verlaufen wäre zu groß. Ich werde mich hinlegen.
*ein kleiner Nachtrag*
Ich fühle mich so kraftlos, dass ich kaum in der Lage bin wirkliche Magie zu wirken, wie ich vorher feststellen durfte. Was auch immer mit mir los ist, es möge von mir fallen wenn ich Fellucia erreicht habe.
4. Eintrag
Gestern Nacht suchten mich Träume heim, Bilder von all dem ganzen Leid welches mir bereits vor die Augen kam. Bilder meiner Geschwister und meiner Freunde, verzerrte Bilder die Qualen ausstrahlten. Will Siridia mich nun quälen nachdem ich die Aufgabe vollbracht habe die sie mir stellte? Ich denke nicht, dass sie es ist die mir all dies schickte aber es ist seltsam. Gegen frühen Nachmittag erreichte ich endlich Fellucia. Der Anblick war immer noch wie beim ersten mal. Die verbrannten Häuser, die zerfetzten Mauern, all die Dinge die von dem Unglück damals zeugen. Doch trotz allem, hatte ich etwas zu erledigen. Als ich den noch vollkommen verschonten Ritualsplatz betrat, spürte ich es bereits, immer noch war die ganze pure Magie in ihm geballt. Es dauerte mehrere Stunden ehe ich den Ritualskreis endgültig schließen konnte, auf dass dieser Ort endlich seine Ruhe finden würde.
Es ist bereits spät und ich werde heute noch in Fellucia nächtigen.
5. Eintrag
Ich fühle mich elendig. Mein ganzer Körper ist schwer wie ein Stein, meine Beine sind müde und mein Kopf schmerzt mir stark. An die gestrige Nacht kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß, dass ich gewimmert habe und weinend aufgewacht bin. Ich kam mir in diesen einen Moment so einsam vor, wie noch nie. Ich habe im Schlaf immer die Namen der anderen geflüstert … ich komme mir im Nachhinein lächerlich vor, aber es war mir so als würde es mir wenigstens etwas Trost spenden.
Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Jetzt wo alles erledigt ist, kann ich mich aufmachen ihnen allen zu folgen. Dabei habe ich mich gestern das erste mal mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass mir diese Aufgabe zuteil wurde. Vielleicht ist dies alles mehr als nur eine Aufgabe. Vielleicht ist dies die Weisung in eine neue Richtung. Aber egal was dies ist, ich werde in diesem neuen Land meine Geschwister beschützen, koste es was es wolle und sei der Preis noch so hoch.
8. Eintrag
Ich nähere mich der nächsten Hafenstadt. Ich habe seit Tagen nicht geschlafen. Ohne meinen Wanderstock könnte ich keinen Schritt mehr tätigen. Fühle mich leer und ausgelaugt. Wie es wohl den anderen geht?
Bin müde und muss schlafen. Ich will aber nicht schlafen, ich werde nur wieder von ihnen träumen und von den Bildern. *der Eintrag endet hier vorläufig*