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[Guide] Die Elfen

Verfasst: 14. Jul 2005, 17:17
von Tabar
Das Erscheinungsbild der Elfen

Von allen Völkern ähneln die Elfen, das Lichte Volk, uns Menschen am ehesten. Oder muss ich sagen, dass wir ihnen ähneln? Darf ich so etwas überhaupt sagen, wo sie doch mit ihrer Schönheit eher ein Abbild der Götter sein könnten?
Sie sind etwas größer als wir Menschen und von schlanker, häufig auch atheltischer Gestalt, die in geradezu vollkommener Weise auf ihre anmutigen und fließenden Bewegungen abgestimmt ist. Wenn es überhaupt Elfen geben sollte, deren Leibesfülle größer als beabsichtigt ausfällt, habe ich sie noch nicht getroffen.

Die Haut der Elfen wirkt stets leicht gebräunt und schimmert im Licht der Sonne seidig, wobei die Tönung von Silber- bis Goldbraun reichen kann. Ich vermag nur zu vermuten, dass dies etwas mit ihren Lebensgewohnheiten zu tun hat, doch zumindest in einigen Fällen kann dies sein. In den größeren Städten nahe des Waldrandes traf ich nämlich mehr Elfen mit heller Haut an, während die Elfen der Siedlungen in den tiefen Wäldern meist eine dunklere Hautfarbe haben sollen, wie ich mir sagen ließ.

Widmen wir uns dem Aussehen der Elfen genauer, ist vor allem auffällig, dass elfische Männer über keinen Bartwuchs verfügen. Vielmehr ist ihre Haut ebenso wie die der der elfischen Frauen vollkommen glatt und ohne Makel. Das Haupthaar – sei es geflochten, zum Pferdeschwanz gebunden oder frei herabhängend – ist im Gegensatz dazu allerdings stets von geradezu beneidenswerter Fülle. Unabhängig von der Farbe, die zwischen Silbrigweiß, Braun und Schwarz liegen kann, ist es stets von seidigem Glanz, der dem Haar im Sonnenlicht einen sanften Schimmer verleiht.

Bei den Gesichtszügen bilden hoch ansetzende Wangenknochen, eine schmale Nase, mandelartige Augen und natürlich die spitz zulaufenden Ohren die auffälligsten Merkmale, wenngleich letztere gelegentlich unter dem wallenden Haar verborgen werden. Man sollte sich daher nicht einzig auf dieses Merkmal verlassen, um Angehörige des Lichten Volkes zu erkennen. Eine gute Hilfe ist es allemal, doch der wirklich erfahrene Abenteurer wird natürlich auf alle sichtbaren Merkmale achten.

Das Wissen um die außergewöhnlich reiche Vielfalt der Augenfarben des Lichten Volkes, kann gleichfalls hilfreich sein, um vielleicht eine elfische Abstammung zu erkennen. Saphirblaue und smaragdgrüne Augen kommen im elfischen Volk recht häufig vor. Etwas seltener, doch nicht ungewöhnlich sind Elfen mit goldenen und violetten Augen. Am seltensten sind aber grün-goldgesprenkelte und schwarzbraune Augen.
Solltet ihr die Augenfarbe als Merkmal wählen, um Elfen zu erkennen, lasst Vorsicht walten denn wie ich in Erfahrung bringen konnte, gibt es auch Menschen mit violetten Augen – sogenannte Hexen, die der arkanen Magie abgeschworen haben und in Geheimbünden ihre Rituale praktizieren.

Enden will ich mit dem Merkmal, das vielleicht am wenigsten auffällt, doch um das die Elfen wahrlich zu beneiden sind. Sie strahlen nämlich selbst im hohen Alter, das weit über dem eines oder mehrerer Menschenleben liegen kann, noch eine geradezu jugendliche Frische aus. Falten als Zeichen des Alters wird man nur selten bei ihnen sehen können. Allenfalls ihr Haar wird im Alter heller oder erhält einen silberigen Schimmer, wie man mir berichtete. So sehen Elfen gewöhnlich nicht älter aus als ein höchstens dreißigjähriger Mensch. Dabei sind sie von so bezauberndem Aussehen, dass man manchmal gar bewundernd stehenbleiben und ihre Anmut betrachten will. Gewiss nur die kältesten Herzen vermögen sich der Wirkung des freundlichen Lächelns einer holden Elfenmaid zu entziehen.

(Schoral Tatum: Die Elfen. In: Schoral Tatums Reisehandbuch)




Die elfische Gesellschaft


Elfische Tugenden

„Um unser Volkes zu verstehen, ist es notwendig, sich mit den Tugenden zu beschäftigen, denen wir folgen.
Geboren in der Zeit als uns Dunkelheit bedrohte, sind diese Tugenden ein wichtiger Teil dessen, was unsere Gesellschaft ausmacht. Pflichtgefühl und Treue gehören ebenso zu ihnen wie Barmherzigkeit, Mitgefühl und vor allem Zusammenhalt. Es ist, um es zusammenfassend zu bezeichnen, das Vertrauen in die Gemeinschaft, welches uns half, die Zeit des Dunkels zu überstehen. So halten wir daher in dieser Tradition diese Tugenden auch weiterhin in hohen Ehren, folgen ihnen und geben sie an unsere Kinder weiter.

Wahrt die Ziele der Göttinnen und macht sie Euch zu eigen.
Wenn Ihr in ihren Spuren wandelt, vermag Euch die Dunkelheit nicht zu umschlingen.

Ehrt und schützt die Gemeinschaft.
Bewahrt stets das Vertrauen und die Treue zu ihr in Euren Herzen, und tretet Euren Mitgeschwistern aufrichtig gegenüber, denn darin liegt die Stärke unseres Volkes.
Seid stets bereit, Euch an der Seite Eurer Mitgeschwister gegen das Dunkel zu stellen, das die Gemeinschaft bedroht.

Bleibt einem einmal gegebenen Wort treu, wenn Ihr es aus freiem Willen heraus, ohne getäuscht worden zu sein, gegeben habt. An Euren Worten und Taten werdet Ihr gemessen.

Lasst Euch nicht von einer falschen Maske täuschen sondern blickt hinter sie. Dort werdet Ihr das wahre Wesen finden.

Folgt nicht blind dem, der am lautesten schreit, sondern handelt mit Bedacht und folgt dem, dessen Worte von Erfahrung und Weisheit künden.“

(Calandis Nebelklang im Gespräch mit menschlichen Druiden)



Über die Städte und Siedlungen

Zahlreiche Städte und Siedlungen des elfischen Volkes sind in den Landen dieser Welt verstreut und leben weitgehend unabhängig voneinander. Hauptsächlich sind es der Handel und gelegentliche Kontakte durch reisende Elfen, die den lockeren Verbund lebendig halten. Dennoch aber sind sich alle Elfen stets den Werten bewußt, die in ihrem Volk großen Wert besitzen und auch über die Entfernung bewahrt werden: Gemeinschaft und Zusammenhalt. In Zeiten der Not können sich Elfen stets aufeinander verlassen.



Gesellschaftliche Ordnung

Wer versucht, die elfische Gesellschaft nach Ständen oder Adelsgeschlechtern einzuteilen, muss zwangsläufig scheitern, da es solche in ihrem Volk nicht gibt. Ebensowenig gibt es ein Geburtsrecht, das über den Wert eines Elfen bestimmt.
Geleitet wird eine elfische Siedlung oder Stadt durch den Rat und jene Elfen, welche erfahren und weise genug sind, um über das Wohl der Gemeinschaft zu wachen und ihr Gedeihen zu fördern. Die entsprechende Begabung und ein angemessenes Verhalten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bestimmen die genaue Stellung der auserwählten Elfen. Solange sie die über Jahrhunderte entstandenen Traditionen befolgen und zum Wohle der Gemeinschaft handeln, werden sie als Bewahrer, Lehrer oder Wächter von den anderen Elfen akzeptiert.



Die Bedeutung von Hab und Gut

Weltlicher Besitz hat keinen großen Wert für Elfen. Was benötigt wird, teilen sie untereinander ohne Lohn zu verlangen, sofern es vorhanden ist. Ist dem nicht so, arbeitet die gesamte Gemeinschaft daran, dies zu beschaffen, wenn der Nutzen den Aufwand rechtfertigt.
Gold kann lediglich im Umgang mit anderen Gemeinschaften oder Völkern einen Wert in ihrer Gesellschaft erhalten, indem es als Tauschmittel akzeptiert wird, wenn keine passenden Waren zur Verfügung stehen.
Hab und Gut mögen durchaus hilfreich sein, doch nur dann, wenn sie auch einen persönlichen oder praktischen Nutzen versprechen. Sei es, weil eine Elfe sich ein Schmuckstück als Zierde für ihr Kleid wünscht, oder sei es, weil ein Schneider seltenes Leder sucht, mit dem er festeres Schuhwerk anzufertigen vermag. Niemals aber werden Elfen einzig aus Freude über den Besitz oder die Vermehrung von Hab und Gut selbiges anhäufen.



Das Verhalten der Elfen zueinander

Ruhe und Frieden statt Eile und Wettstreit beherrschen ihr Leben.
Bei allem, was sie tun, beachten sie das Wohl der Gemeinschaft. Mag dies bei Menschen auch schon oft zu Verwunderung geführt haben, so zeigen ihnen die Erkenntnisse vergangener Jahrhunderte, dass diese Wahl gut ist. Indem sie das gemeinschaftliche Wohl fördern, sichern sie auch den Frieden und das Vertrauen in die Gemeinschaft und damit schließlich auch das eigene Wohl. Das Streben nach persönlichem Vorteil hingegen führt ihrer Ansicht nach nur allzu oft zu Misstrauen und Streit, was am Ende dem gesamten Volke zum Schaden gereicht.
Aufgrund ihrer Nähe zur Gemeinschaft wurden Elfen von menschlichen Besuchern schon oft als sehr gesellig bezeichnet, wenn diese ihren freundlichen Umgang miteinander bemerkten. Für die Elfen allerdings ist dies Verhalten im Umgang mit dem eigenen Volk normal und verdient keine besondere Aufmerksamkeit. Mitunter führte dies vielfach sogar zu Missverständnissen, bezieht sich ihre sogenannte Geselligkeit doch weitaus stärker auf das eigene Volk als auf die Geselligkeit allgemein. So sehr sie die Nähe anderer Elfen suchen, wenn sie einsam sind, so vorsichtig sind sie im Umgang mit Angehörigen fremder Völker, wenn ihnen diese unbekannt sind. In der Gemeinschaft allerdings fühlen sie sich geborgen und öffnen sich jenen, die ihnen nahestehen und in Zeiten der Freude und Sorge ihre Gefühle teilen. Bei ihnen finden sie Geborgenheit und Verständnis.
Ziehen sie sich manchmal auch zurück, so treibt sie die Sehnsucht nach der Gemeinschaft doch immer wieder nur noch stärker zu ihr zurück. Nimmt man ihnen die Gemeinschaft, so können sich aus dieser unerfüllten Sehnsucht schwerwiegende Folgen ergeben. Verwirrung, Wahnsinn oder gar der Tod aufgrund der übermäßig langen Einsamkeit können die Folge sein.




Elfen und der Tod

Ein Elfenleben kann mit Leichtigkeit ein halbes Dutzend Menschenleben und mehr währen, doch nicht einmal die Elfen selbst vermögen zu sagen, wie viele Jahre es wirklich währen kann. Manchmal dauert ein Leben nur wenige Jahrhunderte , manchmal vergehen Jahrtausende bis sich ein Elfenleben seinem Ende zuneigt. Solange ihr Leben nicht durch Gewalt oder Unglück ein vorzeitiges Ende findet, bestimmen sie selbst über seine Dauer.
Erst wenn wir ihre Ziele erreicht und ihre Aufgabe in dieser Welt erfüllt haben, nehmen sie von der Welt in dem Bewußtsein Abschied, dass sie nicht traurig zurückblicken müssen sondern freudig dem entgegen treten können, was sie in den Heiligen Wäldern erwartet. Denn im Reiche der Göttinnen finden sie, was ihnen in der sterblichen Welt durch Shiralethens Verrat auf ewig verwehrt bleibt.
Ist für sie die Zeit gekommen, auf diese Weise Abschied zu nehmen, ist der Lebensfunke in ihnen verloschen und hat ihre unsterbliche Seele den Körper verlassen, so beginnt jener zu verblassen und schließlich ganz zu vergehen, während die Seele in die Heiligen Wälder eintaucht. Zurück bleiben einzig die Kleider und Ausrüstung der Toten.
Im Reich der Göttinnen aber, ihrer letzten Zuflucht, formt sich der Körper der Seele neu – frei von allen Makeln, unvergänglich und an Alter nach dem Wunsch der unsterblichen Seele. In dieser neuen Form verbringen sie ihr ewig währendes Leben gemeinsam mit jenen ihrer dunklen Geschwister, welche die Kraft fanden, aus der Dunkelheit herauszutreten.




Verhalten gegenüber anderen Völkern


Allgemein

Unter anderen Völkern fühlen Elfen sich oftmals unwohl, da diese nie ein derart starkes Verständnis füreinander aufbringen können, wie Elfen es von ihresgleichen gewohnt sind. Aus diesem Unbehagen heraus können bestimmte Verhaltensweisen, die den Elfen zuwider sind, rasch zur Ablehnung einzelner Angehöriger oder bestimmter Gruppen eines Volkes führen. Selten allerdings vermag man dies sogleich bei Elfen erkennen, zeigt sich ihre Abneigung zunächst doch lediglich durch Einsilbigkeit, geringschätzige Blicke oder ein mitleidiges Lächeln. Offene Abneigung wird man nur dann finden, wenn immer wieder ein solches Verhalten an den Tag gelegt wird oder es so ungeheuerlich ist, dass Elfen davon zutiefst angewidert sind.



Dunkelelfen

Äonen sind bereits vergangen, aber trotzdem ist die Kluft zwischen beiden Elfenvölkern noch immer so tief wie unbeständig.
Zwar kommt es zwischen beiden Völkern immer wieder zu teils blutig endenden Streitereien, doch hofft ein kleiner Teil im Herzen der Elfen noch immer, dass ihre dunklen Brüder und Schwestern eines Tages die Finsternis aus ihren Herzen verbannen und auf den rechten Weg zurückfinden. Sollten eines Tages die Intrigen der Dunkelelfen untereinander und gegenüber anderen Völkern enden, und sie eines Tages zur Einsicht gelangen und wieder aufrichtig statt mit falschen Worten und dem Verrat auf der Zunge anderen Völkern begegnen, so wird vielleicht ein Neubeginn möglich sein. Bis zu dieser Zeit aber, werden Elfen wohl nicht anderes als Abscheu und Ekel ob des dunkelelfischen Verhaltens empfinden können, wenngleich sie von Zeit zu Zeit doch auch Mitleid für die unschuldig Verführten hegen mögen.
Mit Blick auf die Vergangenheit werden Elfen ihre Verwandten stets mit gemischten Gefühlen betrachten, da die Auslegungen, wie es zur Trennung kam, unterschiedlich sind. Mal werden Dunkelelfen als Shiralethens hilflose Opfer gesehen, die zu schwach waren ihr zu widerstehen, dann wiederum werden Dunkelelfen als Verräter an ihrem Volk, als selbstsüchtige Intriganten betrachtet, welche keinerlei Ehre und Anstand mehr besitzen.
Es hängt wohl vom Augenblick und dem Verhalten ihrer dunklen Verwandten ab, wie Elfen schließlich bei einem Aufeinandertreffen reagieren werden.



Menschen

Aus Sicht der Elfen legen viele Menschen leider mehr Wert auf Macht und Reichtum als auf ein friedliches Leben miteinander. So groß ist manchmal sogar ihre Gier, dass sie für genügend Gold nur allzu rasch zur Waffe greifen ohne die Folgen zu bedenken. Vor allem aber im Umgang mit der Natur sind sie Kindern gleich, die sich in ihrer Sorglosigkeit keine Gedanken über die Zukunft machen. Vorsicht ist im Umgang mit diesen Menschen anzuraten, und keinesfalls sollte man ihren manchmal schmeichelnden Worten voreilig vertrauen.
Lediglich manche des jungen Volkes sind es in den Augen der Elfen wert, dass man sich näher mit ihnen befasst. Aufgeklärter verhalten sich jene Menschen und versuchen zumindest, die Folgen ihres Verhaltens zu bedenken. Doch selbst von jenen sind nur wenige von derart edler Gesinnung, dass sie den Wunsch nach einer besseren Welt zum Wohle der Gemeinschaft statt ihrem eigenen Wohl verspüren.
Menschliche Druiden, welche sich dem Glauben an Alianda einst öffneten, gehören zu den wenigen Menschen, die dem Elfenvolke willkommen sind. Aufgrund der Umstände dieses ungewöhnlichen Wandels, hat sich eine wohlwollende Beziehung beider Gruppen entwickelt, welche besonders bei Feiern zu Ehren Aliandas deutlich wird. Da Elfen und Druiden durch ihren Glauben ähnliche Ansichten teilen, helfen sie sich sowohl in Zeiten der Not als auch der Freude. Bisweilen kann man menschliche Druiden in der Nähe elfischer Siedlungen oder Städte antreffen.



Orken

Nichts anderes als eine wüste Horde ohne Respekt für Aliandas Schöpfungen sind sie in den Augen der Elfen.
Loyalität und Freundschaft sind ihnen unbekannt, desto mehr aber verstehen sie von Zerstörung und Plünderung. Sie sind eine Plage, welche zum Wohle allen anderen Lebens bekämpft werden muss.
Ihr Aussehen und ihr gesamtes Verhalten erinnert an wilde Bestien, die sich kaum mit anderen Völkern gepflegt verständigen können. Untereinander verständigen sie sich offenbar in fürchterlich unharmonischen Grunzlauten, deren Sinn nur schwer verstanden werden kann.



Vampire

Berichte über Vampire drangen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder an die Ohren der Elfen. Nur wenige können allerdings behaupten, auch einmal einen Vampir gesehen zu haben.
In uralten Aufzeichnungen werden sie als Wesen bezeichnet, welche durch ein schreckliches Schicksal ihr natürliches Leben verloren, um eine qualvolle Existenz als Untote zu führen. Wenngleich dies zu bedauern ist, empfinden Elfen gegenüber diesen derart widernatürlichen Wesen eher Abscheu als Mitgefühl, da sie das Wunder des Lebens durch ihr untotes Dasein pervertieren.
Niemals werden es Elfen daher zulassen, dass sich Vampire ausbreiten oder anderen Lebewesen schaden. Sie betrachten es als gutes Werk einen Vampir von seinem Dasein als untotes Wesen zu erlösen, sei dies durch das Schwert oder auf andere Weise.
Es müssen schon besondere Umstände vorliegen, dass Elfen einen Vampir wissentlich in ihrer Nähe dulden.



Werwesen

folgt


Zwerge

Einst waren Elfen und Zwerge durch Freundschaft und Hilfsbereitschaft verbunden und standen zum Wohle aller Völker guten Herzens zusammen. Im Laufe der Zeit jedoch führten die unterschiedlichen Lebenseinstellungen beider Rassen dazu, dass sich dieser enge Bund lockerte.
Zu plump, zu eigenwillig und vor allem zu unfreundlich erscheinen die Zwerge mittlerweile den Elfen. Dennoch bemühen sie sich, Toleranz gegenüber dem bärtigen Volk zu zeigen, und achten ihre Begabung im Umgang mit Metallen und seltenen Steinen, auch wenn sie nicht immer freundschaftliche Gefühle für die brummeligen Gesellen hegen.
Mag es auch hin und wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen, so stehen doch beide Rassen noch immer für den gemeinsamen Kampf gegen die finsteren und widernatürlichen Mächte ein.




Sprachkenntnisse

Elfen sprechen Isandir, die elfische Gemeinsprache. Zudem vermögen sie aufgrund der noch nahen Verwandtschaft in gewissem Maße, Deshinteh – die dunkelelfische Gemeinsprache – zu verstehen und in geringerem Maße auch zu sprechen. Die menschliche Sprache allerdings ist ihnen nur in der Form, wie sie im Umfeld ihrer Heimat gesprochen wird, geläufig. Hierbei können sich sowohl typische Elemente elfischer Art der Wortstellung wie auch elfische Sprachelemente bemerkbar machen.




Grundlegendes zur elfischen Magie

Geschaffen mit der Gabe, ein Gespür für ihre Umgebung und das magische Gewebe in ihnen und um sie herum zu entwickeln, nehmen Elfen die Magie auf ganz andere Weise als Menschen war. Bestimmt vom Prinzip der Harmonie, spüren sie nicht nur die Magie selbst sondern suchen den Einklang dieser mit ihrem eigenen Wesen.
Die Nutzung der Magie ist für sie keine Kunst sondern eine natürliche Gabe, weswegen Elfen den Umgang mit ihr auch nicht in den Studierzimmern der Akademien sondern auf natürliche Weise während ihres Aufwachsens erlernen. Die Anwendung ihrer magischen Fähigkeiten steht dabei in enger Übereinstimmung mit der Entwicklung ihres Wesens – ihrer Persönlichkeit, ihres Verstandes, ihrer Ideale.

Tatsächlich verstehen Elfen ihre Magie nicht als unabhängiges Element sondern als Bestandteil einer ganzheitlich zu betrachtenden Welt, welche sowohl den sichtbaren als auch die unsichtbaren Teil umfasst.
Sie betrachten daher nicht einzelne Stränge des magischen Gewebes oder trennen sie heraus, sondern fühlen sich in die Gesamtheit der magischen Ströme ein, um den sanften Einklang dieser mit ihrem eigenem Wesen und der Umgebung zu finden. Ihr Wesen bestimmt, auf welche Weise sie die Umgebung, einschließlich des arkanen Gewebes wahrnehmen und auf sie reagieren. Gleichzeitig wird ihr Handeln aber auch von der Umgebung, in welcher sie sich befinden, beeinflusst.

Aufgrund dieser Einstellung zur Magie ergeben sich zwei Schlussfolgerungen: Zum einen kann die Magie der Elfen weder unabhängig von der Umgebung oder ihnen selbst sein, noch kann sie als unabhängiger Teil betrachtet werden; und zum anderen fällt es Elfen je nach Stärke des Einklangs leichter oder schwerer, ihre Zauber zu wirken.

Letzteres wiederum hat zur Folge, dass Elfen beständig eigene Formen der Wahrnehmung und Formung der Magie entwickeln, um die größtmögliche Übereinstimmung zu erreichen. Sie nehmen die Magie in der Form wahr, welche ihnen am ehesten entspricht.
Mögliche Wahrnehmungsarten sind beispielsweise Bilder, Farben, Gefühle, Formen oder Klänge, welche neu zusammengestellt oder erschaffen werden, um eine neue Harmonie der Einheit zu schaffen.

Vereinheitlichte Formeln zum Wirken der Magie vermeiden Elfen. Dieses Wirken der Magie beachtet nicht die Harmonie zwischen den Zaubernden und ihrer Umwelt, sondern ist einzig auf die Auswirkung des Zaubers ausgerichtet und erzwingt die Wirkung durch eine allgemeingültige Formel.

Erscheint es aufgrund einer solchen Magie aber nun unmöglich, dass sich Elfen mit alten Aufzeichnungen oder magischen Schriften beschäftigen, so ist dies nur bedingt wahr.
Gewiss werden Elfen nicht die Anweisungen wortgetreu befolgen, weil dies nicht ihrer Vorstellung der Magie entspricht, doch werden sie solche Schriften sicherlich ebenso als Anregung nutzen wie den Rat eines Mentors. Wichtig an diesen Möglichkeiten ist für Elfen, dass sie Einblick in neue Wege und Möglichkeiten erhalten, welche sie in ihre eigenen Vorstellungen mit einfließen lassen können.

Zu beachten ist zudem, dass selbst Elfen, welche nicht den Weg eines Magiers oder Druiden gewählt haben, Magie wirken können. Es gibt nach ihrem Verständnis nicht nur das, was menschliche Magier als „echte Zauber“ ansehen würden, sondern auch eine Vielzahl „kleinerer Zauber“, welche alle Elfen zu wirken vermögen. Vor allem Zauber zur Verbesserung der Fingerfertigkeit, für schärferen Blick bei der Jagd und vieles andere gehören hierzu.